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Berlins Finanzsenator Sarrazin hat eine neue Debatte um steigende Heizkosten angestoßen. Die Lesermeinungen überschlagen sich regelrecht: Einige Beiträge geben wir gekürzt wieder.
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Johann Kraemer (Wülfrath):
>b>Ich finde Herr Sarrazin hat die unverblümte Wahrheit gesagt. Denn wie wollen wir die steigenden Energiekosten auffangen, wenn wir nicht selber, jeder Bürger für sich, sparsam mit dieser Energie umgehen. Das wird in Zukunft nur über den Weg des Sparens gehen: Temperatur runter, Pullover an, nicht alle Räume heizen, niemand muss im T-Shirt im Winter zu Hause sitzen, niemand muss 15 Min. warm duschen, keine Familie benötigt fünf TV Geräte oder drei PC`s, kein Mensch benötigt spritfressende Auto`s usw..
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R. Ruth (Saarland):
Dieser Mann gehört NICHT in politische Ämter sonder in den Keller der Geschichte. Im übrigen wünsche ich dem Senator ein zukünftiges Leben mit dem "segensreichen" Hartz IV Einkommen
und einem dicken Wintermantel damit er dann die soziale Kälte auch erträgt. Pfui Teufel für so wenig Charakter!
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Heinz H. (Wesel):
Zurück in die Steinzeit! Früher haben die Menschen auch die Wäsche im Fluss gewaschen, können wir ja auch wieder machen um Energie zu sparen.
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Götz Gleitsmann (Düsseldorf):
Die Äußerungen des Berliner Senators Sarrazin waren sicherlich nicht sehr diplomatisch. Dies ändert aber nichts daran, dass wir uns alle auf dauerhaft höhere Energiepreise einrichten müssen. Dies wird auch einige liebgewordene Gewohnheiten ändern.
Vor diesem Hintergrund waren die Äußerungen des Herrn Sarrazin auch nicht menschenverachtend.
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Bernhard Giesguth (Mönchengladbach):
Gibt es da wohlmöglich neuerdings wieder Politiker mit Realitätssinn und Wirklichkeitswahrnehmung in Deutschland? Hoffnung ergreift mich!
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Rudolf Bollessen (Niederkrüchten):
Auch Energiesparen wird nicht dazu führen das die Kosten sinken! Alle Hausbesitzer mussten in den Jahren 1995 - 2005 ihre Heizungen auf emissions- und enegiesparendere Modelle umstellen.
Die neuen Heizungen sollten bis zu 30% Energie sparen. Interessanterweise wurden die Preise, als dann alle umgestellt hatten, prompt um 30% angehoben. Ich stelle die Behauptung auf, wenn wir alle ab morgen 50% Energie sparen würden, dann steigen die Energiepreise um 50%.
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Martin Ketzer (Düsseldorf):
"Die Aussage von Herrn Sarrazin treibt einem die Zornesröte nur so ins Gesicht. Was bilden sich diese Herren nur ein? Was will man von der Generation Saal, Kreissaal, Hörsaal und dann Plenarsaal, erwarten?"
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Christian Larda (Berlin):
Ich kann die Auffassung vom Finanzsenator absolut nachvollziehen. Die Deutschen leben mit ihrem Anspruchsdenken weit über ihren Verhältnissen.
Der "Staat" soll es wie immer richten und eingreifen - das dies einerseits zu latenten Marktversagen führt und andererseits die Leistungsträger mit noch weiteren Staatsabgaben belastet, ist dieser Zielgruppe rund um die Zielgruppe von Herr Lafontaine gleichgültig.
Anstatt einmal über das eigene Verhalten zu resüieren und aktiv an Veränderungen in eigenem Umfeld mitzuwirken, wird die Nehmermentalität in den Vordergrung gestellt.
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Klaus Novak (Baiersdorf):
Bei allen Diskussionen über Energiepreise bzw. -sparen regt mich zunehmend auf, dass das permanente Ansteigen der Preise wie das Aufkommen eines Sommergewitters hingenommen wird. Es darf doch nicht sein, dass ein paar Monopolisten auf Kosten der Bevölkerung und mittlerweile auch eines Teils der Wirtschaft ihre Gewinnorgie feiern dürfen.
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Ralf Bräuer (Düsseldorf):
Grundsätzlich hat Herr Sarazin recht. Nur durch sparen, d.h. niedrigere Temperaturen bzw. langsameres fahren kann jeder dazu beitragen weniger Energie zu verbrauchen und somit auch noch Geld übrig zu haben.
Meine Erfahrungen sind da leider andere. Ich habe selbst erlebt wie Bezieher von Arbeitslosengeld II mit Zuschüssen zu Miete und Heizkosten umgehen. Mitten im Winter stehen über Stunden die Fenster offen und die Bewohner laufen in T-Shirts durch die Wohnung. Heizkosten werden ja durch die Allgemeinheit bezahlt.
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Wolfgang Funk (Schleswig):
Herr Sarrazin tritt bekanntlich manchmal in Fettnäpfchen. Hier hat er allerdings vollkommen recht! Er tut doch nichts anderes, als bei uns allen vernünftiges, energie- und somit auch kostensparendes Verhalten anzumahnen.
Dazu gehört doch nunmal,dass man sich zunächst Temperatur entsprechend anzieht und nicht leicht bekleidet herumläuft aber dafür die Heizung hochdreht! Das ist vernünftig und auch zumutbar. Habe das selbstverständlich in der Vergangenheit bereits praktiziert!
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Eckard Siegert (Bocholt):
Die Aussage von Herrn Sarrazin löst natürlich Reaktionen aus, ob Protest oder Zustimmung. Klar ist meiner Meinung nach, dass es nicht unzumutbar ist, in der kalten Jahreszeit einen Pullover oder eine Strickjacke anzuziehen. Wo steht geschrieben, dass man in der Wohnung zu jeder Jahreszeit im T-Shirt rumlaufen können muss?
Wir werden letztendlich alle nicht drum rum kommen Energie einzusparen! Bei 16 bis 18 Grad wird wohl niemand den Kältetod sterben. Kein staatlicher Zuschuss wird die Energiekonzerne dazu veranlassen die Preise zu senken.
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Hans Hartung (Falkensee):
Ich rufe alle normal denkende Bürger in der BRD auf
sofort einen gebrauchten Pullover an Herrn Sarazin zu senden.
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Rainer Severin (Kleve):
Die Kritiker Sarrazins haben Recht! Es ist unerträglich, wie ein Mitglied dieser ehemaligen Arbeitnehmerpartei neoliberale Stammtischsprüche abläßt. Selbst die FDP läßt kein gutes Haar an ihm.
Wowereit muß jetzt handeln, Leute wie dieser Senator sorgen dafür, dass die frühere Volkspartei SPD unwählbar wird und sich praktisch auf die Schleimspur der CDU begibt.
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Irene Maria Klöppel (Köln):
Ein befreundeter Installateur sagte mir:
"Wenn wir im Winter in eine Wohnung gerufen werden, wo es brüllend heißt ist, die Heizungen voll aufgedreht und dabei die Fenster geöffnet sind, können wir davon ausgehen, daß das ein Hartz-IV-Empfänger ist; denn die brauchen es ja nicht zu bezahlen."
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Detlef von Seggern (Pforzheim):
Sarrazin hat mit seinen Äußerungen auch in der Vergangenheit, des öfteren, in so manches "Fettnäppchen" getreten. Natürlich kann man niemanden zumuten,bei Minusgraten im Freien, in der eigenen Wohnung "Frieren" zu müssen.
In "gewisser" Hinsicht, muß man diesen Mann recht geben!?
Es müssen ja keine 25/30 Grad in der Wohnung eines Bundesbürgers vorliegen, hier reichen auch 20 Grad, auch in Anbetracht dessen, das bei schlecht geheizten Zimmern, in den Wintermonaten sich Schimmel bilden kann.
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Hedwig Pöpl (Erfurt):
Es stimmt, dass stromsparende Elektrogeräte "ein" Mittel sind, um Strom zu sparen. Doch sind diese teuer und ein Geringverdiener oder Bezieher von Arbeitslosengeld kann sich diese nicht leisten. Sie müssen auf billige Geräte oder auf alte gebrauchte zurückgreifen. Und diese sind nicht sromsparend.
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Loos (Düsseldorf):
Ich gehöre nicht zu der Sorte Mensch, die zu allem ihren Kommentar abgibt, aber hier frage ich mich wirklich, ob Herr Sarrazin "den Knall nicht gehört hat"!
Dies ist eine bodenlose Unverschämtheit und eine Missachtung der Bürger, die solche "Vertreter" gewählt haben. Solche Leute braucht unser Land wahrhaftig nicht!
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Hier geht es zum ersten Teil der "Pullover-Debatte".Wer selbst noch seine Meinung loswerden will: Einfach email an opinio@rp-online.de! Ausführliche Meinungen auch gerne in Artikelform in unserem Meinungsportal www.opinio.de!