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Weltklimakonferenz
Verhaltener Optimismus in Bonn - sorgenvoller Blick nach Berlin

Weltklimakonferenz in Bonn: Bundesregierung, Greenpeace und BUND berichten von Fortschritten
Vor Beginn der Weltklimakonferenz hatten Demonstranten in Bonn die Umsetzung des Weltklimaabkommens gefordert (Archiv). FOTO: dpa, rwe cul
Bonn. Halbzeit bei der Weltklimakonferenz in Bonn: Die Bundesregierung meldet Fortschritte, auch Umweltschutzverbände äußern sich optimistisch. Mit Sorge blicken einige aber nach Berlin, wo die Jamaika-Sondierungen laufen.

Die Bundesregierung bewertet den bisherigen Verlauf der Weltklimakonferenz in Bonn vorsichtig optimistisch. "Es wird überall konkret an Verhandlungsfortschritten gearbeitet", sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth am Freitag in Bonn. Am Samstag ist "Halbzeit" für die Konferenz.

Zum Auftreten der US-Delegation sagte Flasbarth: "Die Amerikaner verhalten sich unauffällig, eher mit etwas runtergefahrenem Profil." Präsident Donald Trump hatte im Sommer den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt. Auch Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid sagte: "In der ersten Woche wurde konstruktiv verhandelt. Die US-amerikanische Delegation hat sich zurückgehalten und - anders als von manchen befürchtet - die Verhandlungen nicht behindert."

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Ann Kathrin Schneider vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bestätigte: "In Bonn kommt man voran, zum Beispiel mit konkreten Überlegungen, wie die Umsetzung des Pariser Abkommens überprüft werden soll." In Berlin sehe es dagegen leider nicht so gut aus: "Denn die Unterhändler einer Jamaika-Koalition scheinen sich mit schwachen Klimaschutzmaßnahmen begnügen zu wollen. Berlin muss mehr liefern, die Weltklimakonferenz ruft danach", forderte Schneider. Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig urteilte: "Die Verhandlungen sind zwar zäh, aber im Großen und Ganzen nicht zäher, als man es erwarten würde."

In der nächsten Woche stehen in Bonn auch Verhandlungen auf Ministerebene auf dem Programm. Zudem werden der französische Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet.

(wer/dpa)
 
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