kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Streit über Mindestlohn: Westerwelle fordert Unionspolitiker zum Übertritt auf

zuletzt aktualisiert: 23.12.2007 - 11:32

Berlin (RPO). Im Streit über den Kurs der großen Koalition beim Mindestlohn hat FDP-Chef Guido Westerwelle Mitglieder von CDU und CSU offen zum Übertritt zu den Liberalen aufgefordert. Die FDP sehe er als Alternative für Unions-Politiker, die mit ihrer Partei hadern.

"Wer für soziale Marktwirtschaft ist, hat nur noch uns", schrieb Westerwelle in einem Gastbeitrag der "Bild am Sonntag".

Mindestlohn klinge gut, räumte der FDP-Politiker ein. Das klinge nach Sicherheit. Das Gegenteil sei jedoch der Fall. Mindestlöhne gefährdeten Arbeitsplätze. "Der Mindestlohn, den die Regierung jetzt für die Post vereinbart hat, ist der höchste Mindestlohn der Welt," schrieb Westerwelle. Zehntausende private Brief-Beschäftigte, darunter allein 9000 bei PIN, bangten heute um ihre Stellen.

Er rufe daher alle in der Union, die mit dem wirtschaftspolitischen Kurs der Union unzufrieden und zu wirtschaftlicher Vernunft zurückkehren wollten, zum Übertritt auf. Wirtschaftliche Vernunft sei die Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit. Westerwelle: "Im Kanzleramt wird nun beschlossen, wer wie viel verdient. Mir ist das zu viel Planwirtschaft. Ich will, dass das weiter die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber aushandeln."

In der Mindestlohn-Debatte hatte der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am Samstag versöhnliche Töne angeschlagen: "Das ist der Kompromiss der großen Koalition, dazu stehe ich." Die Deutschen könnten nicht ignorieren, wenn 22 von 27 Ländern in Europa einen Mindestlohn hätten.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hält Mindestlöhne nach der Einigung bei der Post in weiteren Branchen für denkbar. "Die Koalition hat eine klare Vereinbarung getroffen, unter welchen Bedingungen das Entsendegesetz auf weitere Branchen ausgedehnt werden kann." Mindestlöhne dürften aber keine Arbeitsplätze vernichten.

Skeptisch äußerte sich hingegen CSU-Chef Erwin Huber: Seine Partei halte sich die Möglichkeit offen, von den Tarifpartnern beantragte Mindestlöhne abzulehnen. Wie in der Koalition vereinbart, könnten bis Ende März einzelne Branchen einen Mindestlohn beantragen. Die Politik werde die Anträge auf Aufnahme in das Entsendegesetz prüfen. "Das bedeutet aber nicht, dass wir automatisch zustimmen", betonte Huber. "Wir werden die wirtschaftlichen Auswirkungen genau unter die Lupe nehmen."

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes a ... mehr 

Teheran angeblich zu Kehrtwende bereit

Atomgespräche

Teheran angeblich zu Kehrtwende bereit

Der Iran ist nach den Worten seines Botschafters in Deutschland zu einem Verzicht auf die 20-prozentige Urananreicherung bereit. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Innerhalb der schwarz-gelben Koalition ist die Mehrheit für den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld nicht sicher. Die Unionsfrauen haben bereits angekündigt, dass sie dem Gesetzentwurf in dieser Form nicht zustimmen werden. Sie fordern eine ... mehr

 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

 
Top-Services