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FDP-Parteitag Westerwelle Lindner ddp 2010 Panorama
  Foto: ddp, ddp
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Länder bei Finanzierung überfordert: Westerwelle: Mehr Kooperation im Bildungssystem

zuletzt aktualisiert: 31.07.2010 - 08:45

Köln/Berlin (RPO). Für mehr Kooperation im deutschen Bildungssystem hat sich der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle ausgesprochen. "Wir brauchen eine bessere Vergleichbarkeit und mehr Absprachen", sagte Westerwelle. Er sei ein "begeisterter Anhänger des Wettbewerbsföderalismus", erklärte der FDP-Chef. Aber die Gesellschaft sei in den vergangenen Jahrzehnten immer mobiler geworden.

Viele Bürger wechselten im Laufe ihres Lebens mehrfach Arbeitsstelle und Wohnort. Das darf "nicht dazu führen, dass ihre Kinder zu Leidtragenden unseres föderalen Bildungswesens werden". "Wir brauchen eine echte Bildungspartnerschaft zwischen Bund, Ländern und Gemeinden", sagte der Vize-Kanzler dem "Kölner-Stadt-Anzeiger".

Auch FDP-Generalsekretär Christian Lindner sprach sich für eine bessere Abstimmung der Länder in der Schulpolitik aus. Er halte es für einen "pragmatischen Weg", die eher auf eine Berufsausbildung vorbereitenden Schulformen neben dem Gymnasium zusammenzufassen, sagte er dem Berliner "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). Wenn von dort auch ein Weg zur späteren Hochschulreife führe, würden die Eltern diese Schulform neben dem Gymnasium auch akzeptieren.

Zugleich mahnte Lindner eine stärkere finanzielle Beteiligung des Bundes in der Bildungspolitik an. "Entweder muss die Finanzkraft im Staat neu verteilt werden. Dann gibt es aber keine Gewähr, dass die Länder wirklich die Bildung stärken. Oder es muss neu ermöglicht werden, dass Bund und Länder in klar definierte Bildungsaufgaben gemeinsam investieren", verlangte Lindner. Bei der Finanzierung der Bildung könnten Länder und Kommunen allein überfordert sein.

Quelle: DDP/nbe

 
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