kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Personaldebatte: Westerwelle möchte Gerhardt vom Fraktionsvorsitz schubsen

zuletzt aktualisiert: 21.09.2005 - 16:44

Berlin (rpo). FDP-Parteichef Guido Westerwelle schielt auf den Posten von Wolfgang Gerhardt. Nachdem die Liberalen bei der Bundestagswahl so gut abgeschnitten haben, erhebt Westerwelle Anspruch auf den Fraktionsvorsitz. Das Ganze hat nur einen Haken: Gerhardt hat keine Lust, seinen Posten aufzugeben.  

Generalsekretär Dirk Niebel sagte am Mittwoch mit Blick auf eine mögliche Kandidatur: "Natürlich hat der Parteivorsitzende und Spitzenkandidat als Wahlsieger das Zugriffsrecht auf jedes Amt."

Der jetzige Fraktionsvorsitzende Wolfgang Gerhardt ist aber offenbar nicht bereit, das Amt kampflos aufzugeben. Niebel sagte im Fernsehsender N24, das Zugriffsrecht von Westerwelle auf jedes Amt gelte insbesondere deshalb, weil für den Fall einer Regierungsbeteiligung der FDP Gerhardt als Außenminister vorgesehen sei.

Andere FDP-Spitzenpolitiker sprachen sich lautstark für ein Ende der Personaldebatte aus. Der sächsische FDP-Landeschef Holger Zastrow warnte seine Partei vor einem Machtkampf um den Vorsitz der Bundestagsfraktion. "Die Debatte kommt zur Unzeit und darf jetzt nicht geführt werden", sagte er der "Sächsischen Zeitung". Das schade der Partei. Es sei überhaupt noch nicht klar, ob die FDP in die Opposition komme oder an der Regierung beteiligt sei. Erst wenn das entschieden sei, sollte man für den jeweiligen Fall neu überlegen, sagte Zastrow.

Unterstützung der jungen Abgeordneten

Vor allem die jüngeren FDP-Abgeordneten machten sich für Westerwelle als Partei- und Fraktionschef stark. So sprach sich der ehemalig Juli-Vorsitzende Daniel Bahr für ihn als starken Oppositionsführer aus. Rückenwind kam auch von Westerwelles Landesverband Nordrhein-Westfalen.

Die starken Landesverbände Baden-Württemberg und Hessen gelten aber als Unterstützer von Gerhardt. Deshalb wäre bei einer Kampfabstimmung keinesfalls sicher, dass Gerhardt den Kürzeren zieht. Ein Kompromiss, so wird in der FDP-Spitze diskutiert, könne der Ausweg aus dem Machtgerangel werden. Danach könne Westerwelle nach einer bestimmten Zeit die Fraktion führen.

Gerhardt gilt mit seiner Reputation der Seriosität als Identifikationsfigur für die eher traditionell orientierte liberale Klientel. Bei seinen Auftritten auf den vergangenen Parteitagen erntete er mit seinen Reden zur Außenpolitik fulminanten Applaus. 2001 war er zur Abgabe des Parteivorsitzes an Westerwelle gedrängt worden. Seitdem konzentrierte er sich auf die parlamentarische Arbeit.

Quelle: ap

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Beim weltweit größten privaten Gelddrucker De La Rue, in einer Großdruckerei in der Nähe des britischen Manchester. mehr 

Regierung rechnet mit Mehrheit für Fiskalpakt

Referendum in Irland

Regierung rechnet mit Mehrheit für Fiskalpakt

Die irische Regierung geht offenbar davon aus, dass eine Mehrheit der Bürger im Referendum für den EU-Fiskalpakt gestimmt hat. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Bundespräsident Gauck in Israel

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. Damit brachte er den Zentralrat der Muslime gegen sich auf. Gauck betreibe Geschichtsfälschung. mehr

 

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 
 

Bundesinnenminister Friedrich im Interview

Deutschland schickt 30 Polizeibeamte zur EM

Top-Services