kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
merkel westerwelle panorama ddp 2009
  Foto: ddp
Kommentare ()

Streit um Mehrwert-Steuer: Westerwelle: Schwarz-Gelb nur ohne Steuererhöhungen

zuletzt aktualisiert: 28.06.2009 - 10:08

Berlin (RPO). Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle hat sich gegen eine mögliche Steuererhöhung nach der Bundestagswahl ausgesprochen. Eine Koalition mit der FDP werde es nur geben, wenn ein "faires, leistungsgerechtes Steuersystem vereinbart worden" sei. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hat sich unterdes für eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes für Bestverdiener ausgesprochen.

Nach der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer hat sich auch der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle nachdrücklich gegen Steuererhöhungen nach der Bundestagswahl ausgesprochen.

Westerwelle sagte der Zeitung "Bild am Sonntag": "Ich unterschreibe einen Koalitionsvertrag nur, wenn darin ein faires, leistungsgerechtes Steuersystem vereinbart worden ist. Wer wirklich ein neues, faires Steuersystem mit einer Entlastung gerade für die Mittelschicht will, der hat nur noch die FDP. Die Union hat zu viele Steuerwackler - SPD, Grüne und Linkspartei haben zu viele Steuererhöher."

Westerwelle begrüßte ausdrücklich, dass nach der FDP auch Seehofer die aus der CDU vorgeschlagene Mehrwertsteuererhöhung ausgeschlossen habe. "Damit haben wir dann in Koalitionsverhandlungen mit der Union einen wichtigen Verbündeten."

Böhmer für Erhöhung des Spitzensteuersatzes

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) sprach sich für eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes aus, um der ungleichen Verteilung von Vermögen in Deutschland entgegenzuwirken.

In einem Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag" sagte Böhmer: "Ich habe gegen höhere Steuersätze für Bestverdiener nichts einzuwenden. Wenn sie wie Manager von Dax-Unternehmen oder Fußballspieler ohne persönliches Risiko erhebliche Einkünfte erzielen, spricht nichts gegen eine höhere Belastung."

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt will die Linkspartei inhaltlich entzaubern. Foto: AP, AP

Böhmer habe seinen Vorstoß mit der "zunehmenden Asymmetrie bei der Vermögensverteilung" in Deutschland begründet. "Bei immer weniger Menschen sammelt sich ein immer größeres Vermögen. Das kann eine Gesellschaft auf Dauer nicht aushalten, das führt zu sozialen Verwerfungen und Zerwürfnissen. Dieser Tendenz müssen wir entgegenwirken."

Vermögensteuer nicht praktikabel

Als Instrument zur Umverteilung des Vermögens bleibe "nur eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes", da die Wiedereinführung der Vermögensteuer nicht praktikabel sei, fügte Böhmer hinzu. Das Vermögen, das Familienunternehmer in ihren Firmen beließen, müsse davon aber unberührt bleiben.

Mit Blick auf die Selbstverpflichtung des Bundes, die Neuverschuldung in der kommenden Wahlperiode um 35 Milliarden Euro zu verringern, sagte Böhmer dem Blatt: "Wir werden die Neuverschuldung nur reduzieren können, wenn wir Ausgaben kürzen oder Steuern erhöhen, oder beides tun."

Die von der Union in ihrem Wahlprogramm in Aussicht gestellten Steuererleichterungen für Bürger mit mittlerem Einkommen verteidigte Böhmer: "Es ist gerechtfertigt, wenn man klar macht, dass diese Steuersenkungen unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit stehen. Deshalb musste sich die CDU auch den Rufen aus der CSU nach einer Festlegung auf eine Jahreszahl verweigern."

Quelle: AFP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes a ... mehr 

Teheran angeblich zu Kehrtwende bereit

Atomgespräche

Teheran angeblich zu Kehrtwende bereit

Der Iran ist nach den Worten seines Botschafters in Deutschland zu einem Verzicht auf die 20-prozentige Urananreicherung bereit. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Kristina-Schroeder-die-Familienministerin_1_50355.jpg

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Innerhalb der schwarz-gelben Koalition ist die Mehrheit für den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld nicht sicher. Die Unionsfrauen haben bereits angekündigt, dass sie dem Gesetzentwurf in dieser Form nicht zustimmen werden. Sie fordern eine ... mehr

 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

 
Top-Services