kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
westerwelle genscher koch-mehrin ap 090515
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

FDP-Parteitag eröffnet: Westerwelle übt sich in Pendelrhetorik

zuletzt aktualisiert: 15.05.2009 - 12:20

Hannover (RPO). FDP-Chef Guido Westerwelle hält 2009 für ein Schicksalsjahr der Bundesrepublik. Auf dem FDP-Parteitag in Hannover warf er den Regierungsparteien in einem eigenwilligen Vergleich vor, die "geistige Achse der Republik ins Pendeln" gebracht zu haben. Bei der CDU sieht man nach der jüngst von Westerwelle thematisierten Ampelfrage eher die FDP auf Schlingerkurs.

Im Wahljahr gehe es um die Richtung Deutschlands, sagte Westerwelle. Er rief dazu auf, "die Werte, die unser Land groß gemacht haben", zu verteidigen. Darauf folgte die mutige Pendel-Metapher: Der fehlende Kompass der so genannten großen Koalition habe die geistige Achse der Republik "ins Pendeln gebracht", warnte Westerwelle. "Wir wollen auch in Zukunft ein Land der Mitte sein", sagte der FDP-Chef wörtlich.

Die Parteien der Großen Koalition orientierungslos, die Liberalen als stabile Größe mit unumstößlichen Werten. So mancher in der CDU dürfte angesichts solcher Töne wundern, hatte Westerwelle doch erst tags zuvor die Bündnistreue zur CDU relativiert und sich enttäuscht über das Wahlprogramm der Union gezeigt.

Entsprechend wird nun der Ton auf dem dreitägigen Kongress der Liberalen verfolgt. Neben den Vorstandswahlen und dem Regierungsprogramm wird der einzuschlagende Kurs für die Bundestagswahlen das beherrschende Thema in Hannover sein.

Für "faire Steuern"

Westerwelle rief dazu auf, die große Koalition abzuwählen. "Deutsche, befreit euch von dieser Regierung, sie ist schlecht für dieses Land", sagte Westerwald am Freitag unter dem Jubel der Delegierten. Und kündigte erneut an, sich im Falle einer FDP-Regierungsbeteiligung für eine grundlegende Reform des Steuersystems einsetzen zu wollen.

"Gebt den Bürgern mehr von dem, was sie sich selbst erarbeitet haben. Das ist das beste Konjunkturprogramm", sagte der Partei- und Fraktionschef der Liberalen. "Faire Steuern sind Voraussetzung für solide Staatsfinanzen." Die FDP wolle Schluss machen mit "Abkassiererei" und "staatliche Piraterie".

Vorsichtige Öffnung

Klare Koalitonssignale blieben vorerst aus. Trotz klarer Präferenz für ein Bündnis mit CDU und CSU wollen sich die Liberalen offenbar auch die Möglichkeit einer Ampelkoalition nach der Bundestagswahl am 27. September nicht völlig verbauen. Wie es heißt, strebt sie Westerwelle zwar nicht an, schließt sie aber auch nicht kategorisch aus.

Ähnlich äußerte sich im ARD-Morgenmagazin die bayerische FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Sie hob aber kurz vor dem Start des Parteitags hervor, sie halte ein Bündnis mit SPD und Grünen nicht für wahrscheinlich. "Die Gemeinsamkeiten können Sie mit der Lupe suchen", sagte das Präsidiumsmitglied der Liberalen.

Westerwelle versucht, seine Partei auf ein Bündnis mit der Union einzuschwören. Diese Woche hatte er allerdings seine Wunschpartnerin CDU/CSU kritisiert, weil sie sich nicht zu Schwarz-Gelb bekennen wolle. Außerdem kritisierte er, dass es in der Union viele gebe, die auf eine Fortsetzung der Großen Koalition hinarbeiteten.

Kauder reagiert mit Unverständnis

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) reagierte darauf mit Unverständnis: "Ich weiß nicht, woher Guido Westerwelle die Meinung hat, dass uns eine Große Koalition oder Schwarz-Grün lieber wäre. Aus Gesprächen mit mir und der Bundeskanzlerin jedenfalls kann er sie nicht haben", sagte Kauder dem "Hamburger Abendblatt". Der CDU-Politiker fügte hinzu: "Wir haben uns bereits klar positioniert, und wir werden dies auch noch mal tun. Wir wollen eine Koalition mit der FDP. Deutlicher kann man es nicht sagen."

Quelle: AP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes a ... mehr 

Teheran angeblich zu Kehrtwende bereit

Atomgespräche

Teheran angeblich zu Kehrtwende bereit

Der Iran ist nach den Worten seines Botschafters in Deutschland zu einem Verzicht auf die 20-prozentige Urananreicherung bereit. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Kristina-Schroeder-die-Familienministerin_1_50355.jpg

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Innerhalb der schwarz-gelben Koalition ist die Mehrheit für den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld nicht sicher. Die Unionsfrauen haben bereits angekündigt, dass sie dem Gesetzentwurf in dieser Form nicht zustimmen werden. Sie fordern eine ... mehr

 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

 
Top-Services