Armut in Afrika: Wieczorek-Zeul fordert hartes Vorgehen gegen Korruption
zuletzt aktualisiert: 05.07.2005 - 10:59Köln (rpo). Die Bundesregierung hat ein wirkungsvolleres Vorgehen gegen die Korruption in Afrika gefordert. Wer erfolgreich etwas gegen Armut unternehmen wolle, müsse auch nachdrücklich die Bestechlichkeit bekämpfen, sagte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) im Vorfeld des G-8-Gipfels im schottischen Gleneagles.
Dies allein genüge jedoch nicht, auch gerechtere Handelsbeziehungen seien wichtig. So müssten die reichen Länder endlich auf Agrarexport-Subventionen verzichten, betonte die SPD-Politikerin mit Blick auf das G-8-Treffen, das am Mittwoch im schottischen Gleneagles beginnt. Die Ministerin äußerte sich im "Deutschlandfunk".
Auch der Präsident der Organisation Transparency International, Peter Eigen, bezeichnete Bestechlichkeit als einen der wichtigsten Gründe für Armut. Deshalb müssten die reichen Staaten systematisch und rigoros gegen die Korruption ihrer Exporteure vorgehen, sagte Eigen dem Sender.
Die britische Regierung, die Gastgeber des dreitägigen G-8-Gipfels ist, will unter anderem eine Verdopplung der Entwicklungshilfen für die armen Länder erreichen. Die Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industriestaaten und Russlands tagen von Mittwoch bis Freitag im schottischen Gleneagles.
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