Diskussion läuft bereits: Will Kurt Beck Kanzler werden?
zuletzt aktualisiert: 09.08.2006 - 15:45Hamburg (rpo). Noch drei Jahre bis zur Bundestagswahl - und schon ist die Diskussion um den Kanzlerkandidaten eröffnet. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den Parteichef Kurt Beck in Stellung gebracht. Er sei der "richtige Mann" für diesen Posten. Beck selbst hält sich noch bedeckt.
In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview des Magazins "Stern" sagte Gabriel, das jüngste Landtagswahlergebnis des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten sei die "Messlatte für den Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten der SPD". Beck lehnte eine Erklärung dazu ab.
Nach den Worten Gabriels darf sich die Partei bei der Auswahl ihres Spitzenkandidaten nicht mit 30 Prozent zufrieden geben: "Kurt Beck hat gezeigt, dass mehr drin ist. Und deshalb ist er auch der richtige Mann." Die Sozialdemokraten hatten unter Becks Führung am 26. März 45,6 Prozent der Stimmen und damit die absolute Mehrheit im rheinland-pfälzischen Landtag errungen.
Beck selbst vermied es, zu einer möglichen Kanzlerkandidatur für seine Partei Stellung zu nehmen. Der Illustrierten "Bunte" sagte der Ministerpräsident, er sei Parteivorsitzender, "und die Frage der Kanzlerkandidatur wird entschieden, wenn sie ansteht".
Sympathie für Beck äußerte in der "Mitteldeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) auch der Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels. "Der Parteivorsitzende ist immer der, auf den es zuläuft, wenn sich nichts ändert", sagte Bartels, der aber auch Gabriel und den brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck als zum Kanzler geeignete Führungspersönlichkeiten hervorhob.
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