Hessens Ministerpräsident Koch: "Wir haben zu viele kriminelle junge Ausländer"
zuletzt aktualisiert: 28.12.2007 - 08:44Hamburg (RPO). Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) schaltet sich nach dem Überfall auf einen Münchener Rentner in die öffentlich Debatte ein. In einem Interview warnt Koch vor der großen Zahl krimineller Ausländer in Deutschland.
"Wir haben zu viele kriminelle junge Ausländer", sagte Koch in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. Zugleich machte der CDU-Politiker eine seiner Ansicht nach verfehlte Integrationspolitik mit verantwortlich für Gewaltausbrüche jugendlicher Ausländer.
"Null Toleranz gegen Gewalt muss ganz früh beginnen und Bestandteil unserer Integrationspolitik sein", sagte Koch der Zeitung. Bis vor kurzem seien "in multi-kultureller Verblendung" Verhaltensweisen toleriert worden, die inzwischen zu hoch explosiven Gruppen-Aggressionen führen können.
"Wir müssen Schluss machen mit bestimmten Lebenslügen. Die deutsche Position in der Integrationspolitik war lange leider nicht klar genug", erklärte Koch. Der Wiesbadener Regierungschef plädierte für eine häufigere Anwendung des geschlossenen Strafvollzuges für verurteilte Täter zwischen 18 und 21 Jahren. "Gefängnis muss man spüren, wenn es Wirkung haben soll", sagte Koch.
Deutschland habe lange ein "seltsames soziologisches Verständnis" für Gruppen aufgebracht, die bewusst als ethnische Minderheiten Gewalt ausüben. "Wer sich als Ausländer nicht an unsere Regeln hält, ist hier fehl am Platze", sagte der CDU-Politiker. Die Grundregeln von Anstand und Umgang seien nicht verhandelbar.
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