kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama guttenberg bei karsai AFP 2009-1112
  Foto: Afghan Presidential Palace, AFP
Kommentare ()

Guttenberg verlangt in Kabul klare Ziele: "Wir müssen Erfolge sehen"

zuletzt aktualisiert: 12.11.2009 - 13:32

Berlin (RPO). Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat bei seiner Antrittsreise nach Afghanistan die Führung des Landes aufgefordert, klare Ziele für die weitere Entwicklung zu setzen. "Wir müssen Erfolge sehen", sagte Guttenberg am Donnerstag in Kabul.

Zugleich kündigte er an, dass das Bundeswehrmandat im Dezember voraussichtlich unverändert verlängert wird. Die US-Regierung berät derzeit über eine Aufstockung der Soldaten am Hindukusch, wie sie Isaf-Kommandeur Stanley McChrystal gefordert hatte. Auch nach einem erneuten Treffen mit Sicherheitsberatern gab US-Präsident Barack Obama noch keine Entscheidung bekannt.

Guttenberg traf in Kabul unter anderem mit McChrystal und Präsident Hamid Karsai. Zudem wollte er die deutschen Soldaten im Norden des Landes besuchen.

Deutschland stehe zu seinem Einsatz am Hindukusch, betonte der Minister. Die Bundesregierung wolle aber wissen, welche Schritte die afghanische Führung als nächstes plane und welche Ziele sie sich zu setzen bereit sei. In den vergangenen Jahren habe es zwar Erfolge, aber auch Stagnation gegeben.

Er habe Karsai sehr deutlich die Erwartung übermittelt, dass dieser auf der Afghanistan-Konferenz Anfang kommenden Jahres ein klares Zeichen zur Korruptions- und Kriminalitätsbekämpfung sowie zur guten Regierungsführung setze. "Wir haben die Erwartung, dass geliefert wird. Es ist nun an der afghanischen Regierung, das zu tun", sagte Guttenberg.

Über Veränderungen des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr solle erst nach der internationalen Afghanistan-Konferenz entschieden werden, sagte Guttenberg nach einem Gespräch mit seinem afghanischen Kollegen Abdulrahim Wardak. An der Debatte über eine Aufstockung der Mandatsobergrenze von derzeit 4500 Soldaten wollte sich der Minister nicht beteiligen. Er werde sich nicht zu Zahlen äußern. Der Bundestag muss bis Mitte Dezember über eine Mandats-Verlängerung entscheiden.

Soldaten schätzen Guttenbergs klare Worte

Zugleich bekräftigte Guttenberg, dass er Verständnis für das Gefühl der Soldaten habe, sich in einigen Gebieten in Afghanistan im Krieg zu befinden. Ihm gehe es darum, gegenüber der deutschen Bevölkerung realistisch auszusprechen, was ist. Außerdem müsse man auch über eine neue völkerrechtliche Einschätzung der Situation diskutieren.

Bei den deutschen Soldaten in Kabul kamen Guttenbergs Worte gut an. "Die Politiker in Deutschland haben den großen Vorteil, dass sie weit weg sind von Afghanistan", sagte einer von ihnen. "Wir sind der Gefahr hier jeden Tag ausgesetzt, deshalb es ist zu begrüßen, wenn das auch so benannt wird."

Guttenberg machte deutlich, dass er das verstärkte Vorgehen von US-Elitetruppen gegen die radikal-islamischen Taliban im deutschen Einsatzgebiet im Norden des Landes grundsätzlich billigt. Die Aktionen der US-Truppen sorgten in der Unruheregion Kundus für mehr Sicherheit. Bisher sei die Abstimmung sehr gut. US-Spezialkräfte hatten zuletzt verstärkt in der eigentlich von den Deutschen kontrollierten Region Kundus eingegriffen und Dutzende Taliban getötet.

Der US-Botschafter in Afghanistan, Karl Eikenberry, sprach sich einem Zeitungsbericht zufolge gegen die Entsendung weiterer Soldaten aus. In einem vertraulichen Bericht an die US-Regierung habe Eikenberry als Begründung dafür die Unberechenbarkeit des Präsidenten Karsai und die Korruption in Afghanistan angegeben, berichtete die "Washington Post" am Mittwoch. Nach Angaben von Regierungsmitarbeitern wächst unter den führenden zivilen und militärischen Beratern Obamas aber die Zustimmung für die Entsendung von zusätzlich mindestens 30.000 Soldaten.

Quelle: RTR/csr

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes a ... mehr 

Teheran angeblich zu Kehrtwende bereit

Atomgespräche

Teheran angeblich zu Kehrtwende bereit

Der Iran ist nach den Worten seines Botschafters in Deutschland zu einem Verzicht auf die 20-prozentige Urananreicherung bereit. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Innerhalb der schwarz-gelben Koalition ist die Mehrheit für den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld nicht sicher. Die Unionsfrauen haben bereits angekündigt, dass sie dem Gesetzentwurf in dieser Form nicht zustimmen werden. Sie fordern eine ... mehr

 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

 
Top-Services