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Umstrittene Mitgliedschaft: Wirbel um neue Juso-Chefin Franziska Drohsel

zuletzt aktualisiert: 29.11.2007 - 18:44

München (RPO). Kaum im Amt, schon in der Kritik: Die neue Juso-Chefin Franziska Drohsel muss sich für ihre Mitgliedschaft im umstrittenen Verein Rote Hilfe e.V. verteidigen. Der Verein wird vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft.   

CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer griff die Jungsozialisten-Chefin scharf an . "Eine Juso-Vorsitzende, die ehemalige RAF-Terroristen unterstützt, ist untragbar", sagte Haderthauer der "Süddeutschen Zeitung". Das zeuge "von einer linksextremistischen Gesinnung, die mit einem Führungsamt in einer demokratischen Partei nicht vereinbar ist".

Haderthauer forderte SPD-Chef Kurt Beck zum Handeln auf. "Er muss entscheiden, ob Drohsel noch dem SPD-Vorstand angehören soll. Wer ein NPD-Verbot fordert und gleichzeitig Linksextreme an der Parteispitze duldet, macht sich unglaubwürdig." Juso-Vorsitzende gehören automatisch dem SPD-Vorstand an.

Auch der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz, forderte Drohsel auf, aus dem Verein auszutreten. Sie sei gut beraten, ihre Mitgliedschaft "zu überdenken" sagte Wiefelspütz der "SZ". "Diese Organisation wird aus guten Gründen vom Verfassungsschutz beobachtet, und ich glaube, dass die Juso-Bundesvorsitzende durch ihre Mitgliedschaft völlig unnötig in dauernde Erklärungsnöte kommt. "

Drohsel distanzierte sich in der "SZ" von Solidaritätsbekundungen für Terroristen, hielt jedoch an ihrer Mitgliedschaft fest: "Ich trage das grundlegende Anliegen der Roten Hilfe mit, Rechtsbeistand für Menschen zu organisieren, die etwa bei linken Demonstrationen festgenommen wurden und selbst kein Geld für eine Verteidigung haben", sagte sie.

Das bedeute aber nicht, "dass ich alle Positionen der Roten Hilfe oder jener Personen, denen Rechtsbeistand gewährt wird, unterstütze". Sie distanziere sich "ausdrücklich von Solidaritätsaufrufen für RAF-Terroristen".

Quelle: afp2

 
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