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Nach der Bundestagswahl bilden SPD, Linke und Grüne das neue linke Lager. Manche träumen bereits von einer Rückkehr an die Schalthebel der Macht. Dazu aber müssten die Parteien tiefe Kluften überwinden. Insbesondere zwischen Rot und Rot gibt es Probleme.
Ein Überblick.Das Plakat mit dem Bruderkuss Lafontaine/Steinmeier ist übrigens eine Eigenkreation des Satire-Magazins "Extra 3" vom NDR.
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Afghanistan
„Nie wieder Krieg!“ Die Linke hat im Wahlkampf lautstark den Abzug aus Afghanistan gefordert. Im Programm findet sich ein Passus, der sogar Auslandseinsätze der Bundeswehr mit UN-Mandat verbieten will.
Für SPD und Grüne inakzeptabel. Beide haben den Einsatz am Hindukusch mit zu verantworten. Ein Abzug ist erwünscht, aber nur mit einer Perspektive für Afghanistan und in Absprache mit den Verbündeten.
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Nato und EU
Die Linke fordert den Austritt aus der Nato. Das Militärbündnis ist ein Eckpfeiler der Entstehungsgeschichte der Bundesrepublik. Das sehen auch SPD und Grüne so.
Ähnlich verhält es sich mit der Skepsis der Linken gegenüber der Europäischen Union. Die Partei lehnt den Lissabon-Vertrag ab. Ein No-Go für SPD und Grüne.
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Rente mit 67
Die Linke will zurück zum Rentenalter von 65 Jahren. Die SPD, die die Rente mit 67 selbst zu verantworten hat, will nur Korrekturen vornehmen und Ausnahmen für ältere Arbeitnehmer schaffen.
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Hartz IV
Die SPD hat die Bundestagswahl auch verloren, weil die Wähler mit den Sozialdemokraten und ihrem Spitzenkandidaten Frank-Walter Steinmeier Hartz IV verbinden.
Die Linke will Hartz IV komplett abschaffen. Der Regelsatz soll von 351 Euro auf 500 Euro erhöht werden. Die SPD hält bislang an Hartz IV fest.
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Personen
Seit der spektakulären Flucht von Oskar Lafontaine aus dem Schröder-Kabinett ist die Geschichte von SPD und Linken auch eine von verletztem Stolz und Eitelkeiten.
Wenn Lafontaine (66) und Noch-SPD-Chef Franz Müntefering in den Ruhestand gehen, wird für beide Seiten vieles einfacher.
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DDR-Vorgeschichte
Auch zwischen Bündnis90/Grüne und der Linken gibt es persönliche Spannungen. Viele Ostdeutsche in der Öko-Partei haben als Bürgerrechtler unter dem DDR-Regime gelitten und reagieren allergisch auf Politiker mit Stasi- oder SED-Vergangenheit.