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Reaktion auf hohe Energiepreise: Wohngeld wird um 60 Prozent erhöht

zuletzt aktualisiert: 25.04.2008 - 13:03

Berlin (RPO). Ab dem 1. Januar 2009 gibt es mehr Wohngeld. Der staatliche Zuschuss wird von derzeit durchschnittlich 90 auf 142 Euro monatlich erhöht. Mit dem am Freitag beschlossenen Gesetz sollen die drastisch gestiegenen Heiz- und Warmwasserkosten aufgefangen werden.

Das Gesetz wurde mit den Stimmen der Mehrheit der großen Koalition beschlossen. Die Fraktionen der Opposition befürworteten das Gesetz zwar im Grundsatz, kritisierten aber unterschiedliche Details. Sie enthielten sich der Stimme. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.

Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) erklärte, mit dem neuen Wohngeld würden 800.000 Menschen besser gestellt werden, davon 300.000 Rentner. Die Mehrkosten belaufen sich auf 520 Millionen Euro, die Bund und Länder je zur Hälfte tragen.

Ein Kernstück der Änderungen ist die Einbeziehung der Heizkosten ins Wohngeld, das sich bisher an der Bruttokaltmiete orientierte. Künftig werden die Heizkosten pauschal in Höhe von 50 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche als Teil der Miete berücksichtigt. Außerdem steigen die Wohngeld-Tabellenwerte der Miethöchstbeträge.

Der Anspruch auf Wohngeld ist von der Zahl der Familienmitglieder im Haushalt, der Höhe des Gesamteinkommens und der Höhe der zuschussfähigen Miete abhängig.

Quelle: ap

 
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