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Kanzlerin kommt nach Wuppertal
Merkel debattiert mit Basis über neue CDU-Strategie

Fotos: Angela Merkel – Momente einer Kanzlerin
Fotos: Angela Merkel – Momente einer Kanzlerin FOTO: dpa, mk rf abl tmk
Wuppertal. Die Kanzlerin will weitere Bevölkerungteile für ihre Partei gewinnen: Die CDU möchte ihre Programmatik modernisieren und attraktiver für Frauen, junge Leute und Einwanderer werden.

Was die Basis über die Vorstellungen des Bundesvorstands denkt, will Parteichefin und Kanzlerin Angela Merkel in vier sogenannten Zukunftskonferenzen herausfinden. Auftakt ist am Donnerstagabend in Wuppertal.

Die Partei hatte vier Kommissionen eingesetzt, die sich mit den Themenfeldern Arbeit, Bürgergesellschaft, Lebensqualität und Nachhaltigkeit sowie einer Reform der Parteiarbeit befasst haben. Bislang ist nur gut ein Viertel der rund 453.000 CDU-Mitglieder weiblich. Der Altersdurchschnitt liegt bei 59 Jahren. Eine Reformkommission unter der Leitung von Generalsekretär Peter Tauber hat in ihrem Bericht "Meine CDU 2017" Vorschläge erarbeitet, wie der Frauenanteil bis 2020 auf über 30 Prozent gesteigert werden könnte.

Neben der Kanzlerin und ihrem Generalsekretär stellen sich bei den vier Konferenzen auch die Leiter der übrigen Kommissionen, die Vizeparteichefs Armin Laschet, Julia Klöckner und Thomas Strobl, der Basis. Besonders strittige Diskussionen hatte die Forderung der Laschet-Kommission nach einem Einwanderungsgesetz ausgelöst.

Über die Leitanträge entscheidet Mitte Dezember ein CDU-Parteitag in Karlsruhe. Im Vorfeld gibt es nach Wuppertal noch Zukunftskonferenzen im niedersächsischen Stade (12. Oktober), im sächsischen Schkeuditz (14. Oktober) und in Darmstadt (2. November).

(dpa)
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