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Andrea Ypsilanti verzichtet, für sie wird der bisher unbekannte Hinterbänkler Thorsten Schäfer-Gümbel als Spitzenkandidat der Hessen-SPD antreten. Die Presse ist schier atemlos vor Staunen über so viel Chuzpe.
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Westfalen-Blatt: "Den dringend notwendigen Neuanfang für die schwer gebeutelten hessischen Sozialdemokraten bedeutet dieser Schritt nicht."
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Bild: "Manche lernen's nie. Zum Beispiel, dass das Spiel zu Ende ist. Die hessische SPD-Spitzenfrau Andrea Ypsilanti gehört dazu."
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Die Welt: "Die Berliner SPD-Spitze treibt die Aussicht, das bevorstehende Superwahljahr mit einer krachenden Niederlage in Wiesbaden zu beginnen, in Zynismus. Franz Müntefering jedenfalls muss derart gestimmt sein, wenn er verkündet, in Hessen sei der Weg frei für 'einen Neustart'."
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Frankfurter Rundschau: "Am wenigsten daran ändern kann Schäfer-Gümbel. Er ist für gut zwei Monate das neue Etikett auf der alten Verpackung. Im Inneren dieser Verpackung, und das macht seine Aufgabenbeschreibung völlig unrealistisch, ist es stockfinster."
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Neue Presse: "Die Altlast Wortbruch bleibt - auch wenn Schäfer-Gümbel jetzt sicherheitshalber sagt, er wolle gar nichts mehr ausschließen, also auch keine Zusammenarbeit mit den Linken."
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Neue Osnabrücker Zeitung: "Wer so stur eigene Fehler ignoriert, programmiert die nächste Niederlage und den weiteren Niedergang der Partei. Deren Lage scheint allerdings so desolat zu sein, dass mit Widerspruch oder gar Widerstand nicht zu rechnen ist."
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Rhein-Zeitung: "Ob dies allerdings eine mittel- oder gar langfristige Perspektive für sie ist, darf bezweifelt werden. Zu viel Porzellan hat sie zerschlagen, zu sehr ist der hessische Scherbenhaufen mit ihrem Namen verbunden."
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Südwest-Presse: "Abgesehen davon, dass es schier aussichtslos erscheint, binnen weniger Wochen ausreichend öffentliches Profil zu gewinnen, gilt der 39-jährige Schäfer-Gümbel als kluger Stratege. Die Frage ist nur, wem das hilft."
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Westdeutsche Zeitung: "Sogar in dem unwahrscheinlichen Fall eines SPD-Sieges und einer Regierungsbildung unter Schäfer-Gümbel hätte der formale Chef kaum Gestaltungsspielraum. Der Schatten Ypsilantis, die ja den Partei- und auch den Fraktionsvorsitz nicht abgegeben hat, würde ihn erdrücken."
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Rhein-Neckar-Zeitung: "Aber die Hessen-SPD ist in diesem Punkt in den letzten Monaten schlicht beratungsresistent geworden. Verständlich, dass sich auch kein Berliner Spitzengenosse für diese Chaos-Truppe eine Niederlage im Januar holen wollte."