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25 Prozent mehr als im Vorjahr: Zahl der Asylbewerber steigt deutlich an

zuletzt aktualisiert: 21.01.2010 - 15:29

Berlin (RPO). Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist 2009 deutlich gestiegen. Im letzten Jahr wurden rund 27.700 Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt. Das entspricht einer Steigerung von 25,2 Prozent im Vergleich zu 2008, wie das Innenministerium meldet.

Damit sei die Zahl der Asylbewerber im zweiten Jahr in Folge angestiegen. Rund 28 Prozent der Bewerber (rund 8.100) erhielten den Angaben zufolge die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention.

Mehr als die Hälfte von ihnen kam aus dem Irak (rund 5.500), wie das Ministerium weiter berichtete. Die Steigerung der Bewerberzahlen sei im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückzuführen: Erstens sei die Zahl der Asylanträge von Irakern im Jahr 2009 mit mehr als 6.500 auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr geblieben.

Zweitens sei es zu einem deutlichen Anstieg afghanischer Asylanträge gekommen. 3.375 Afghanen hätten 2009 einen Asylerstantrag und damit rund 2.700 mehr als im Jahr 2008. Drittens sei 2009 auch ein allgemeiner Anstieg des Asylzugangs vor allem aus dem Iran, Nigeria und Indien zu beobachten gewesen.

Trotz der Steigerung der Asylbewerberzahlen befänden sich die Zugangszahlen weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigem Niveau: 1999 seien noch etwa 100.000 Asylbewerber nach Deutschland gekommen; 1992 seien es sogar fast 440.000 gewesen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte: "Asyl und Flüchtlingsschutz kommt in Deutschland ein hoher Stellenwert zu." Das zeige die im internationalen Vergleich hohe Schutzquote in Deutschland.

Quelle: apd/csi

 
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