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Nationalisten und Kurden: Zahlreiche Verletzte bei Zusammenstößen in der Türkei

zuletzt aktualisiert: 05.09.2005 - 08:46

Ankara (rpo). 144 Menschen sind bei Zusammenstößen zwischen türkischen Nationalisten und kurdischen Demonstranten in der Nacht zum Montag verletzt worden. Die Ausschreitungen in Bozuyuk in der nordwestlichen Provinz Bilecik begannen, als eine Gruppe von Angreifern einen Bus der Demonstranten Steinen bewarf, wie die Behörden mitteilten.

Sie zertrümmerten die Scheiben des Fahrzeugs und setzten sie Autoreifen in Brand. Die Kurden zerschlugen Schaufenster und Autoscheiben, wie Gouverneur Musa Colak mitteilte. Unter den Verletzten waren auch 17 Polizisten und sieben Soldaten. Am Sonntag war es bereits in Istanbul zu Zusammenstößen zwischen kurdischen Demonstranten und der Polizei gekommen.

Der Konflikt in den kurdischen Gebieten der Türkei hält schon seit 1984 an. Mehr als 37.000 Menschen kamen bereits ums Leben. Nach der Verhaftung von PKK-Chef Abdullah Öcalan Anfang 1999 erklärte die Untergrundorganisation einen einseitigen Waffenstillstand. Dieser wurde am 1. Juni 2004 für beendet erklärt. Seitdem nimmt die Gewalt wieder zu.

Quelle: ap

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