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ZDF nimmt Dunja Hayali nach AfD-Attacke in Schutz
"Frau Petry versucht abzulenken"

Das sind die führenden Köpfe der AfD
Das sind die führenden Köpfe der AfD FOTO: dpa, mb pil rho
Mainz. Das ZDF weist die Kritik der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry an Moderatorin Dunja Hayali zurück. Die Politikerin versuche, von eigenen Versäumnissen abzulenken. Auch der Journalistenverband nimmt Hayali in Schutz.  

"Die "Morgenmagazin"-Moderatorin Dunja Hayali als "politische Aktivistin" zu bezeichnen, ist abwegig", erklärte der Redaktionsleiter des ZDF-"Morgenmagazins", Thomas Fuhrmann, am Donnerstag in Mainz.

"Frau Petry versucht, mit ihrer Pressemitteilung von eigenen Versäumnissen abzulenken. Fakt bleibt: Die AfD-Vorsitzende ist nicht zu dem zugesagten Live-Interview am Montagmorgen im ZDF-"Morgenmagazin" erschienen." Wann immer es einen journalistischen Anlass gebe, werde das ZDF Frauke Petry auch in Zukunft einladen.

"Eine renommierte Journalistin"

Auch der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) nahm Hayali in Schutz. "Dunja Hayali ist eine renommierte Journalistin, die zwischen ihrem persönlichen Engagement als Staatsbürgerin und ihrer journalistischen Tätigkeit zu differenzieren weiß", erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall am Donnerstag.

Die Vorsitzende der Alternative für Deutschland, Frauke Petry, hatte der Moderatorin des ZDF-"Morgenmagazins" vorgeworfen, "zunehmend mehr als politische Aktivistin denn als professionell arbeitende Journalistin" aufzutreten.

Im "Morgenmagazin" war ein Interviewtermin von Petry am Montag nach den drei Landtagswahlen geplatzt, weil sie nicht kam. AfD-Sprecher Christian Lüth hatte zunächst erklärt, Petry habe den Termin in ihrem Kalender übersehen. Später hieß es, der Termin sei wegen eines Hackerangriffs auf die Server der AfD im E-Mail-Postfach untergegangen. Hayali hatte dies öffentlich bei Facebook thematisiert. Ein weiterer Interviewtermin am Dienstag sei von der AfD aus terminlichen Gründen abgesagt worden, schreibt sie dort.

Petry warf Hayali in einer Mitteilung vor, sie erscheine "zunehmend mehr als politische Aktivistin denn als professionell arbeitende Journalistin", unter anderem weil sie die Vereine "Gesicht zeigen!" und "Respekt! Kein Platz für Rassismus" unterstütze.

Hintergrund war ein geplatzter Interviewtermin von Petry im "Morgenmagazin". Am Montag, am Tag nach den drei Landtagswahlen, sollte Petry dort Hayali Rede und Antwort stehen. Doch sie kam nicht.
Sie habe den Termin in ihrem Kalender übersehen, erklärte AfD-Pressesprecher Christian Lüth zunächst zur Begründung. Später hieß es, wegen eines Hackerangriffs auf die Server der AfD sei der Termin im E-Mail-Postfach untergegangen. Dies hatte Hayali öffentlich bei Facebook thematisiert. Ein weiterer Interviewtermin am Dienstagmorgen sei von der AfD aus terminlichen Gründen abgesagt worden, schreibt Hayali dort.

(pst/dpa)
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