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Reaktorstörung: Zwischenfall im AKW Philippsburg

zuletzt aktualisiert: 18.04.2006 - 14:21

Philippsburg (rpo). An Ostern ist es im baden-württembergischen Atomkraftwerk Philippsburg zu einem Zwischenfall gekommen. Bei der jährlichen Revision kam es beim Herunterfahren von Block 1 zu einer "vorzeitigen Reaktorschnellabschaltung".

Der Vorgang sei meldepflichtig, teilte die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) am Dienstag in Karlsruhe mit. Die Ursache des Zwischenfalls werde derzeit geprüft. Ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministeriums in Stuttgart sagte auf Anfrage, die EnBW habe das Ministerium umgehend  informiert. Das Ereignis sei aber nicht als gravierend einzustufen, da die Anlage schon vom Netz war.

Einem EnBW-Sprecher zufolge ist die Reaktorschnellabschaltung Teil des Sicherheitskonzepts für die Anlage. Sie werde ausgelöst, "wenn ein Parameter des Systems nicht stimmt". Um welchen Bestandteil es sich handle, sei noch unklar.

Im Block 1 werden in den kommenden Wochen 72 der 592 Brennelemente ausgetauscht und eine Vielzahl von Prüf- und Wartungsarbeiten vorgenommen. Rund 1200 Mitarbeiter von Hersteller- und Spezialfirmen werden das Revisions-Team des Atomkraftwerks unterstützen. Die gesamte Mannschaft hat etwa 4500 einzelne Tätigkeiten zu erledigen. Nach der Abnahme erteilt das baden-württembergische Umweltministerium die Zustimmung zum Wiederanfahren der Anlage.

Der Block 1 des Kernkraftwerks ist ein Siedewasserreaktor und ging 1979 in Betrieb. Der EnBW zufolge werden bei der Revision Prüf- und Instandhaltungstätigkeiten durchgeführt sowie 72 der 592 Brennelemente ausgetauscht. Die Kosten beziffert das Unternehmen auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Quelle: afp2

 
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