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London
Die britischen Prominenten und der Brexit

London. To leave or not to leave - das ist morgen die Frage für die Briten. Die Debatte spaltet nicht nur die Politik, sondern auch die Prominenz aus Kunst, Kultur und Sport.

Das auffälligste Prominenten-Statement für einen britischen Verbleib in der Europäischen Union war Mitte Mai ein Aufruf von 282 Künstlern unter dem Motto "Stronger in Europe" ("Stärker in Europa"). Unterzeichner waren unter anderem die Schauspieler Benedict Cumberbatch (o.) und Keira Knightley (M.) sowie Kristin Scott Thomas, die Regisseure Danny Boyle und Steve McQueen, die Schriftsteller Ian McEwan und John le Carré, Popstar Paloma Faith, die Band Franz Ferdinand sowie die Modeschöpferin Vivienne Westwood (u.). Für ein Ja zu Europa sind auch "Harry Potter"-Schöpferin J.K. Rowling, Elton John und das Ehepaar Beckham. Politisch werden die EU-Befürworter von Premierminister David Cameron angeführt. Oppositionschef Jeremy Corbyn wirbt ebenfalls, wenn auch eher halbherzig, für ein Ja.

Die "Brexiteers" sind unter den Prominenten eher in der Minderheit, können aber auch mit bekannten Namen aufwarten: Komiker John Cleese (Monty Python, o.), ist für den EU-Austritt, ebenso die Schauspieler Michael Caine, Joan Collins (M.) und Liz Hurley (u.) sowie der Musiker Roger Daltrey (The Who). Auch der Autor Julian Fellowes, Schöpfer der Erfolgsserie "Downton Abbey", hat sich für den Brexit ausgesprochen. Der auf der Insel hochverehrte frühere Cricketspieler Ian Botham und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone werben ebenfalls für den EU-Austritt. Politische Köpfe der Kampagne sind Nigel Farage, Chef der rechtspopulistischen "Unabhängigkeitspartei" Ukip, und der Konservative Boris Johnson, früher Bürgermeister von London und heute Nachfolgekandidat für Premier Cameron.

(fvo)
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