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Berlin
Die Deutschen müssen länger arbeiten

Berlin. Wenn das Renteneintrittsalter im gleichen Tempo weiter steigt wie in den vergangenen Jahren, werden die Menschen 2030 im Schnitt mit 65 in Rente gehen. Dabei sollte 2030 der Anstieg des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre vollendet sein. Diese Vorhersage geht auf eine Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zurück. Die Ökonomen verweisen darauf, dass die Lebenserwartung immer noch schneller steigt als das Renteneintrittsalter.

In den vergangenen Jahren hat sich nach Angaben der Rentenversicherung allerdings schon viel bewegt für eine längere Lebensarbeitszeit. Das durchschnittliche Zugangsalter sei seit 2000 von damals 62,3 auf aktuell 64,1 Jahre gestiegen.

Nach dem Prognos-Szenario, wonach das Renteneintrittsalter bis 2030 bei nur 65 Jahren liegen könnte, wären Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Steuerzahler erheblich stärker belastet, während das Rentenniveau weiter sinken muss. So müsste der Beitragssatz zur Rentenversicherung von heute 18,7 auf dann 23,7 Prozent steigen. Das Rentenniveau fiele von heute 48,1 auf nur noch 41,7 Prozent im Jahr 2030. Anders gesagt: Wenn die Deutschen im Alter auskömmlich leben wollen, werden sie länger arbeiten müssen.

Positiver wäre die Lage der Studie zufolge, wenn die Bürger 2030 tatsächlich erst mit 67 in Rente gingen, wie es das Gesetz vorsieht. Der Beitragssatz müsste dann nur auf 21 Prozent steigen, während das Rentenniveau noch bei 42,8 Prozent läge. "Bisher wird nur bis zum Jahr 2030 gerechnet", kritisierte GDV-Präsident Alexander Erdland.

(qua)
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