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Die digitale Revolution frisst ihre Kinder

Wenn Vodafone den Hauptstandort in Ratingen schließt, dann bestätigt dies die Härte des Wettbewerbs: Die Telefonkonzerne müssen immer bessere Leistungen für immer weniger Geld bieten, um überleben zu können. Auf der Strecke bleiben Arbeitsplätze und Standorte. Aber die Kunden profitieren: Schnelle Internetanschlüsse über das Festnetz und über Mobilfunk werden immer günstiger, nur mit besseren Tarifen und Angeboten können die Unternehmen ihren Umsatz halten oder sogar erhöhen. Von Reinhard Kowalewsky

Für Ratingen ist der Wegzug des wichtigen Arbeitgebers Vodafone bitter - Düsseldorf kann sich nicht wirklich freuen. Denn was bleibt von den Träumen von Telekommunikation als Jobmotor, wenn von den zwei großen Vodafone-Standorten Düsseldorf und Ratingen in der Region nur Düsseldorf ernsthaft überbleibt? Und was bleibt von der Unabhängigkeit von Vodafone Deutschland als Nachfolgefirma von Mannesmann Mobilfunk, wenn viele Entscheidungen sowieso von der Konzernzentrale in London getroffen werden? Da ist es nur ein kleiner Trost, dass der neue Chef von Vodafone-Deutschland, Hannes Ametsreiter, im Gegensatz zu allen Vorgängern im erweiterten Weltvorstand sitzt.

Quelle: RP
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