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Die schlimmsten Einzeltaten mit Schusswaffen

27. April 1982 Woo Bum-Kon tötete an jenem Tag in Südkorea 58 Menschen (35 Verletzte). Am frühen Morgen verließ der 27-Jährige - wütend über eine nicht erhaltene Beförderung - sein Haus und ging zur Waffenkammer des örtlichen Polizeipostens, zu dem er als Beamter Zutritt hatte. Dort betrank er sich, nahm ein Selbstladegewehr, 180 Schuss Munition und sieben Handgranaten. Anschließend zog er von Haus zu Haus und erschoss willkürlich Anwohner, darunter ganze Familien. Sein Amoklauf endete nach acht Stunden - Woo tötete sich selbst, indem er zwei Handgranaten zündete, die er am Körper trug.

28. April 1996 Der Australier Martin Bryant hat 35 Menschenleben auf dem Gewissen. Bryant, damals 29 Jahre alt, erschoss in Port Arthur (Tasmanien) zunächst ein älteres Ehepaar, dessen Haus er erwerben wollte. Danach startete er einen Amoklauf in umliegenden Cafés, auf Parkplätzen und an einer Mautstelle. Anschließend fuhr er zurück in das Haus des älteren Ehepaars und versuchte, es anzuzünden und sich selbst dabei zu verbrennen. Schwer verletzt wurde Bryant jedoch festgenommen. Er sitzt eine Haftstrafe von 35-mal lebenslang ab. Ein Gutachter bescheinigte Bryant die Intelligenz eines Elfjährigen.

16. April 2007 Die ersten Schüsse fielen um 7.15 Uhr. In einem Studentenwohnheim der Virginia Tech University in Blacksburg im US-Bundesstaat Virgina eröffnete der 23-jährige Student Seung-Hui Cho mit einer Neun-Millimeter-Pistole und einer Handfeuerwaffe vom Kaliber 22 das Feuer. Zwei Menschen wurden getötet. Cho zog danach weiter und schoss in der 600 Meter nördlich gelegenen Norris Hall erneut auf Studenten und Lehrkräfte. Letzten Endes starben 32 Menschen. Beim Eintreffen der Polizei richtete Cho die Waffe gegen sich selbst. In einem Manifest, das er noch während seiner Tat per Paket an den US-Nachrichtensender NBC schickte, erklärte Cho unter anderem seinen Hass gegen Reiche.

22. Juli 2011 Der rechtsradikale Norweger Anders Behring Breivik tötete bei einem Bombenanschlag in Oslo und einem Massaker auf der Insel Utøya am 22. Juli 2011 insgesamt 77 Menschen. Die meisten Opfer waren Jugendliche, die auf Utøya an einem Sommerlager der Jugendorganisation der Arbeiterpartei teilnahmen. Im etwa 40 Kilometer entfernten Oslo zündete Breivik eine Autobombe - sie sollte die Polizei ablenken. Die Explosion verwandelte Teile des Regierungsviertels in eine Trümmerlandschaft und tötete acht Menschen. Breivik wurde 2012 zur Höchststrafe von 21 Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. (RP)

Quelle: RP
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