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Düsseldorf
Dritter Fall von Vogelgrippe in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen gibt es einen weiteren Fall von Vogelgrippe. Bei einer am Möhnesee gefundenen toten Reiherente sei das Virus H5N8 nachgewiesen worden, teilte der Kreis Soest gestern mit. Damit wurde in Nordrhein-Westfalen innerhalb einer Woche bei drei Wildtieren das für Hausgeflügel hochansteckende Virus entdeckt. Für Menschen ist der Erreger nicht gefährlich. Die weiteren Fundorte waren am Hengsteysee bei Hagen und in Xanten. Hausgeflügel war in NRW bislang nicht betroffen.

Der Kreis Soest ordnete sofort rund um den Fundort am Möhnesee einen Sperrbezirk sowie in etwas größerem Umkreis ein Beobachtungsgebiet an. Im ganzen Kreis wurde eine Stallpflicht für sämtliches, auch privat gehaltenes Geflügel ausgesprochen. Rund um die anderen Fundorte gelten ebenfalls Beschränkungen. Seit knapp zwei Wochen muss auch in weiteren Risikogebieten auf Veranlassung des NRW-Umweltministeriums Geflügel im Stall gehalten werden.

Der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft kritisierte die Maßnahmen der grünen Agrarminister von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gegen die Vogelgrippe als unzureichend. Der Verband fordert eine bundesweite Stallpflicht. In NRW werden mehr als 13 Millionen Stück Geflügel gehalten, darunter 5,2 Millionen Masthühner.

(dpa)
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