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Paris
Ein Drittel der Opfer von Nizza sind Muslime

Paris. 30 der mindestens 84 Todesopfer des Anschlags von Nizza sind Muslime. Davon seien etwa 20 aus Tunesien gewesen, berichtete die französische Zeitung "La Croix" gestern. Der Präsident der Union der Muslime in der Region Alpes-Maritimes und Imam von Nizza, Otmane Aissaoui, zeigte sich betroffen. Er kenne einige der Opfer persönlich, da sie regelmäßig in die Moschee gekommen seien.

Aissaoui kündigte an, dass die Imame der Region im September zusammen eine Aktion gegen Hass starten wollten, um das friedliche Zusammenleben zu verteidigen. "Wir müssen uns daran erinnern, dass die Menschen zusammen gestorben sind, unabhängig von ihrer Religion", sagte Aissaoui. Morgen findet in einer Moschee im Nordosten Nizzas eine Gedenkveranstaltung für die Opfer statt.

Durch eine Amokfahrt im südfranzösischen Nizza waren vergangenen Donnerstag 84 Menschen getötet und nach Regierungsangaben 303 verletzt worden. Unter den Todesopfern sind auch eine Lehrerin und zwei Schülerinnen aus Berlin, wie Außenminister Frank-Walter Steinmeier gestern bestätigte.

(kna)
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