Porträt Commerzbank: Ein heißer Übernahmekandidat
zuletzt aktualisiert: 26.07.2000 - 15:54Frankfurt/Main (dpa). Die Commerzbank ist die viertgrößte Geschäftsbank Deutschlands. Mit ihren weltweit 35 000 Beschäftigten zählt das Institut zu den ertragsstärksten der Branche. Dies hatte Konzern-Chef Martin Kohlhaussen bei den Gesprächen mit der Dresdner Bank auch stets ins Felde geführt.
Wegen ihres vergleichsweise geringen Börsenwertes von nur knapp 20 Milliarden DM gilt das Geldhaus in der Kreditwirtschaft seit Jahren als heißer Übernahmekandidat. Kohlhaussen hatte die Welle von Fusionen jedoch stets als Krankheit "Fusionitis" bezeichnet, von der er sich nicht anstecken lassen wollte. Unter Druck kam er allerdings durch die Cobra-Investorengruppe. Um eine Übernahme durch eine ausländische Bank zu verhindern, ließ er sich auf die Verhandlungen mit der Dresdner ein.
Ende Juni 2000 verbuchte die gelbe Bank eine Bilanzsumme von rund 415 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn vor Steuern konnte auf 1,9 Milliarden Euro mehr als verdoppelt werden. Schon zur Halbzeit übertraf die Commerzbank damit ihr gesamtes Ergebnis des Jahres 1999 um mehr als ein Drittel.
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