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Nach 22 Jahren Krieg in Afghanistan soll die Bundeswehr für Sicherheit im Land sorgen. Deutsche Polizisten helfen bei der Polizei-Ausbildung. Auch humanitäre Helfer engagieren sich vor Ort. Wir zeigen, wer sie sind und was genau sie dort machen.
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Was ist Eupol?Deutschland beteiligt sich mit bis zu 60 Polizeibeamten des Bundes und der Länder an der EU-Polizeimission in Afghanistan. Der Einsatz ist auf mindestens drei Jahre angesetzt und umfasst knapp 200 Polizei-, Strafverfolgungs- und Rechtsexperten. s beschloss das Bundeskabinett auf Bitten des EU-Ratssekretariats. Kommandant der künftigen EUPOL...
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Was ist das Isaf-Mandat?
Die Bundeswehr leistet ihren Einsatz für die Internationale Sicherheitstruppe, kurz Isaf genannt.Es geht darum, im Auftrag der Vereinten Nationen die Menschenrechte und innere Sicherheit in Afghanistan zu schützen und bei der Auslieferung huminatärer Hilfsgüter zu helfen. Dabei unterstützt die Bundeswehr praktisch die afghanische Regierung, damit diese ihre Arbeit machen kann. Insgesamt sind 3000 Soldaten und Soldatinnen beteiligt.
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Wo liegt das Einsatzgebiet?
Deutsche Soldaten verrichten ihren Dienst in der afghanischen Hauptstadt Kabul und Umgebung, außerdem in Kunduz und Feyzabd. Ein Einsatzgeschwader ist auf Lufttransportstützpunkten in Usbekistan an der nördlichen Grenze zu Afghanistan stationiert. Von dort wird unter anderem der Flugbetrieb gesteuert.
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Wie lange dauert der Einsatz?
Ein deutscher Soldat bleibt in der Regel vier Monate in Afghanistan. Manchmal können sich die Einsätze auch verlängern, zum Beispiel bei Soldaten, die über Spezialwissen verfügen und deshalb besonders gefragt sind.
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Wie steht es um die Sicherheit?
Nachdem im Mai 2007 drei Bundeswehrsoldaten bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen waren, wurde die Debatte um die Sicherheit der Isaf-Truppe neu entfacht. Das Feldlager in Kabul etwa wird durch Bunker geschützt. Die Soldaten tragen Splitterschutzwesten. Das Attentat hat gezeigt, dass die Truppe abseits des Lagers am gefährdetsten ist.
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Wer darf Gewalt anwenden?
Gewalt dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan nur sehr begrenzt anwenden. Gemäß einer UN-Resolution haben sie das Recht, in Notwehr die Waffe zu benutzen. Die Soldaten tragen eine Taschenkarte bei sich. Sie enthält alle wichtigen Regeln, wie man sich gegenüber den Afghanen verhalten soll. Auch zum Schutz der Regierung und der Bevölkerung dürfen sie Gewalt anwenden.
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Wer leistet humanitäre Hilfe aus Deutschland?
Aus Deutschland sind derzeit 15 Nicht-Regierungsorganisationen mit insgesamt 40 deutschen Mitarbeitern und zahlreichen Afghanen in dem Krisengebiet tätig, die Projekte des Bundesentwicklungsministeriums betreuen. Dazu gehören zum Beispiel die Malteser, die Caritas und die Welthungerhilfe.
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Warum gibt es Probleme bei der Versorgung?
Selbst eine Rekordernte beim Weizen – über 4,5 Millionen Tonnen im Jahr 2005 – reichte nicht aus, um alls Afghanen zu ernähren. 400.000 Tonnen mussten importiert werden. 2006 wurden die Lebensmitel noch knapper, weil die Ernteausfälle besonders gravierend waren. Flüchtlinge und Kinder traf der Notstand am härtesten, berichtet das Auswärtige Amt.
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Was kostet die Hilfe?Afghanistan gehört zu den sogenannten Schwerpunktländern deutscher Entwicklungshilfe. Seit 1995 wurden allein für die Räumung von Minen- und Kampfmittelräumung in Afghanistan 38 Millionen Euro bereitgestellt. Damit gehört Deutschland zu den größten Geldgebern in diesem Bereich.
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Wie hoch ist die Kindersterblichkeit?
Trotz aller humanitären Hilfe ist Afghanistan eines der Länder mit der höchsten Kindersterblichkeit. 250 von 1000 Kinder erreichen das 5. Lebensjahr nicht.
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Wo sind die Flüchtlinge?
Aus Angst vor den radikal-islamischen Taliban sind Millionen Afghanen geflohen. Mit Unterstüzung aus Deutschland sind seit 2001 mehr 4,6 MillionenMenschen in ihre Heimat zurückgekehrt. Die Deutschen unterstützten das Rückkehr-Programm der Vereinten Nationen mit mehr als 20 Millionen Euro. 2007 wird die Rückkehr von weiteren 400.000 Flüchtlingen aus dem Nachbarland Pakistan erwartet.