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Stichwort
Empörungsorte

Für den Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte gehört Politik nicht auf die Straße, sondern ins Parlament. Landtage sollten "Empörungsorte" sein, so der Parteienforscher. Lieber sei ihm eine AfD im Landtag als Pegida auf der Straße. Heftig und gleichzeitig zivilisiert solle an den Empörungsorten gestritten werden. Schwieriger zu realisieren als der zivilisierte Streit ist allerdings das Ziel, zivilisierte Kompromisse zu schließen, zivilisierte Lösungen zu finden und zivilisierte Entscheidungen zu treffen. Vor allem dann, wenn Menschen mit Meinungen zugegen sind, die nicht ausschließen, mit Schusswaffen gegen Flüchtlinge vorzugehen. Je nach Ausgang der Diskussionen wird so fast jeder Ort zum Empörungsort für die Bürger: das Wohnzimmer, das Auto, das Büro - und eben auch die Straße. sno

Quelle: RP
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