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Britische Regierung noch zurückhaltend: Entschädigung für Lockerbie-Opfer vor Durchbruch?

zuletzt aktualisiert: 11.03.2003 - 20:15

London (rpo). Nach Informationen der BBC stehen die Verhandlungen über die Entschädigung der Lockerbie-Opfer vor dem Durchbruch. Die britische Regierung reagierte zurückhaltend auf die Nachricht.

Die britische Regierung hat sich am Dienstagabend zurückhaltend zu Berichten über eine angeblich bevorstehende Einigung über Entschädigungszahlungen an die Hinterbliebenen des Lockerbie- Attentats geäußert. Bei Verhandlungen in London zwischen Anwälten der Opfer und Vertretern der USA, Großbritanniens und Libyens seien "weitere Fortschritte" erzielt worden, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums am Abend.

Die BBC hatte zuvor gemeldet, bei den Verhandlungen sei offenbar eine Einigung erzielt worden. Einzelheiten sollten dem Sender zufolge am Mittwoch den Angehörigen der US-Opfer in Washington mitgeteilt werden. Die Entschädigungszahlungen waren mit einer Aufhebung der UN- Sanktionen gegen Libyen verknüpft worden.

Nach bisherigen Informationen geht es bei den Verhandlungen um eine Auszahlung von insgesamt 2,7 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro). Jede betroffene Familie solle danach zehn Millionen Dollar erhalten.

Bei dem Anschlag auf einen PanAm-Jumbo über der schottischen Kleinstadt Lockerbie waren im Dezember 1988 alle 259 Menschen an Bord getötet worden. Auch elf Bewohner der Stadt kamen bei dem Absturz der Maschine ums Leben. Gerichte hatten später eine Beteiligung Libyens an dem Anschlag nachgewiesen.

Im Januar 2001 war der Libyer Abdel Bassit Ali el Mekrahi wegen des Anschlags zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der ehemalige Geheimdienstagent soll dafür gesorgt haben, dass die Bombe über Umwege an Bord des PanAm-Flugzeugs gelangte. Ein Berufungsgericht hatte das Urteil im März vergangenen Jahres bestätigt.


 
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