AKW Stade geht vom Netz: E.ON-Aufsichtsrat stimmt Kraftwerk-Stilllegungen zu
zuletzt aktualisiert: 27.10.2000 - 17:45Hannover/München (dpa). Der Aufsichtsrat des Stromkonzernes E.ON Energie hat der Stilllegung des Atomkraftwerkes Stade zugestimmt. Das sagte der Pressesprecher des Unternehmens, Erwin Haydn, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Freitag in München. Der Aufsichtsrat stimmte auch den geplanten Stilllegungen weiterer Kohle-, Gas- und Öl-Kraftwerke zu. Stade soll 2003 abgeschaltet werden, die anderen Anlagen überwiegend im Jahr 2001. Bundesweit sollen rund 1 500 Arbeitsplätze abgebaut werden, davon etwa 700 in Bayern und knapp 500 in Niedersachsen.
Insgesamt sind neun Standorte betroffen: Arzberg, Frauenaurach, Schwandorf und Aschaffenburg in Bayern, Teile der Kraftwerksgruppe West im Ruhrgebiet sowie das Kraftwerk Offleben in Niedersachsen. Darüber hinaus sollen Kraftwerksblöcke im niedersächsischen Emden und in den bayerischen Standorten Arzberg, Pleinting und Staudinger vorübergehend eingemottet werden.
Der Vorstand von E.ON Energie hatte Anfang Oktober angekündigt, rund 4 800 Megawatt an Kraftwerksleistung vom Netz nehmen und dabei bundesweit 1 500 Arbeitsplätze abzubauen. Das Atomkraftwerk Stade soll 2003 abgeschaltet werden. Die anderen Kraftwerke sollen überwiegend im Jahr 2001 vom Netz. Das Unternehmen begründete die Stilllegungen mit Überkapazitäten und erwartet sich davon für die kommenden zehn Jahre Ertragsverbesserungen von rund 1,4 Milliarden DM.
Der E.ON-Konzern ist bei der Fusion der VEBA AG mit der Münchner VIAG AG entstanden. In E.ON Energie sind deren Töchter PreussenElektra und Bayernwerk zusammengefasst.
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