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Berlin
Erdogan als Hitler auf Botschaft der Türkei projiziert

Berlin. Aus Protest gegen die Verurteilung regierungskritischer Journalisten in Istanbul hat Aktionskünstler Oliver Bienkowski aus Neuss manipulierte Fotos von Staatspräsident Erdogan auf die Fassade der türkischen Botschaft in Berlin projiziert. Bei der Aktion zeigte die von Bienkowski gegründete Künstlergruppe "Pixelhelper" Erdogan mit Hitlerbart. Titel der Aktion: "Er ist wieder da. O geri döndü." Ziel sei es gewesen, so erklärte die Gruppe über Facebook, auf "die schlimmen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Erdogans Politik ausmachen", aufmerksam zu machen.

Auch richte sich die Aktion gegen Einschränkungen der Pressefreiheit in der Türkei. Die Journalisten Can Dündar und Erdem Gül waren dort am Freitag zu Haftstrafen verurteilt worden. Für Bienkowski war es nicht die erste politische Aktion. Mit Bildern an der US-Botschaft thematisierte er den NSA-Skandal und mit Projektionen auf das französische Parlament unter dem Slogan "Freiheit, Brüderlichkeit, Polygamie" eine Affäre von Präsident Hollande.

(ki-)
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