| 10.40 Uhr

Schmölln
Ermittlung wegen Schaulustiger bei Flüchtlings-Suizid

Schmölln. Nach dem tödlichen Sprung eines Flüchtlings aus dem fünften Stock eines Hauses im thüringischen Schmölln ermittelt die Polizei, ob ihn Anwohner tatsächlich zum Suizid ermuntert haben. Bislang gibt es dafür keine Beweise. Ein Polizeisprecher sagte, eine Mitarbeiterin der Einrichtung habe erklärt, dass die Worte "Spring doch" so nicht gefallen seien.

Laut Polizei hatte sich der 17-Jährige am Freitag aus dem Fenster seiner Unterkunft gestürzt. Er soll wegen psychischer Probleme in Behandlung gewesen sein und kurz vor der Tat in der Unterkunft randaliert haben. Polizei und Feuerwehr rückten aus, konnten ihn aber nicht vom tödlichen Sprung abhalten. Er starb später in einem Krankenhaus.

Die Beamten bestätigten, dass sich Schaulustige vor der Unterkunft aufgehalten haben. Nach Polizeiangaben hat ein Passant die Szenen mit einem Handy gefilmt.

(dpa)
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