Potsdamer Überfall am Ostersonntag: Ermyas M. geht es besser
zuletzt aktualisiert: 14.06.2006 - 13:54Potsdam (rpo). Dem Deutsch-Äthiopier Ermyas M., der am Ostersonntag brutal zusammengeschlagen worden war, geht es besser. Wie sein Anwalt Thomas Zippel mitteilte, verbessere sich sein Gesundheitszustand stetig. Man wisse jedoch noch nicht, wie gut der Familienvater den Übergriff überstehen werde. An die Tat könne sich sein Mandant bislang nicht erinnern.
Das Landgericht Potsdam prüft unterdessen eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Freilassung eines der beiden Hauptbeschuldigten, Björn L. Eine Entscheidung darüber sollte voraussichtlich noch am Mittwoch fallen. Außerdem wurde dessen Anwalt Veikko Bartel Akteneinsicht gewährt.
Der 29-jährige Björn L. ist seit dem 2. Juni wieder auf freiem Fuß. Eine Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Potsdam hatte den Haftbefehl gegen ihn unter strengen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der Verdächtige muss sich täglich bei der Polizei melden.
Ermyas M. war am 16. April in Potsdam-West niedergeschlagen worden und hatte dabei schwere Schädel-Hirn-Verletzungen erlitten. Die Ermittlungen in dem Fall hatte zunächst der damalige Generalbundesanwalt Kay Nehm an sich gezogen. Wenige Tage nach der Tat wurden Björn L. und der 30-jährige Thomas M. aus Potsdam festgenommen. Ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof stellte Haftbefehle wegen versuchten Mordes mit rassistischem Hintergrund aus. Diese wurden am 23. Mai wieder aufgehoben. Die Ermittlungen gab Nehm am 26. Mai an die Staatsanwaltschaft Potsdam ab.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

