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Mehrere Verletzte: Erneut Zusammenstöße vor Grundschule in Belfast

zuletzt aktualisiert: 09.01.2002 - 20:25

Belfast/London (rpo). Nach mehrwöchiger Ruhe ist es am Mittwochabend in der nordirischen Hauptstadt Belfast erneut zu schweren Auseinander- setzungen zwischen Katholiken und Protestanten gekommen.

Bei den Zusammenstößen vor einer katholischen Grundschule wurden nach offiziellen Angaben zwei Polizisten und mehrere Demonstranten verletzt. Im Unterhaus in London rief Nordirland- Staatssekretärin Jane Kennedy am Abend zur Ruhe auf. "Leider hat das neue Jahr in Nordirland nicht so begonnen, wie wir es uns gewünscht hätten", sagte sie.

Die überwiegend jugendlichen Demonstranten bewarfen Polizisten mit Steinen, Flaschen, Benzinbomben und Feuerwerkskörpern und setzten mehrere Autos in Brand. Auch ein Geländewagen der Polizei wurde angezündet. Die Auseinandersetzungen begannen am Nachmittag, als katholische Eltern ihre Kinder von der Grundschule zum Heiligen Kreuz abholen wollten. Die Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren verließen das Gebäude durch einen Seiteneingang und wurden mit Bussen nach Hause gefahren.

Die Schule, zu der katholische Eltern mit ihren Kindern im Krisenviertel Ardoyne durch eine von Protestanten bewohnte Straße gehen müssen, war im Sommer zwölf Wochen lang Brennpunkt schwerer Auseinandersetzungen gewesen. Im November hatten sich Eltern, Kommunalpolitiker und Bürgervertreter beider Seiten auf ein Ende der gewaltsamen Proteste geeinigt. "Ich fürchte, wir sind wieder am Nullpunkt angekommen", sagte Priester Aidan Troy, Leiter der Schule. Sie soll am Donnerstag geschlossen bleiben.

Quelle: RPO Archiv

 
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