Verdächtige Milchkuh: Erster BSE-Verdachtsfall auch in Italien
zuletzt aktualisiert: 13.01.2001 - 19:40Rom (AP). Auch in Italien gibt es möglicherweise einen ersten BSE-Fall. Die verdächtigte Milchkuh stammt von einem Zuchtgut bei Brescia in der Lombardei, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Mailand erklärte.
Das Tier sei am Donnerstag geschlachtet worden, zwei erste BSE-Tests hätten auf ein positives Ergebnis hingedeutet. Das Ergebnis eines dritten, endgültigen Tests werde für Dienstagabend erwartet. Für die Verbraucher bestehe keine Gefahr, sagte Gesundheitsminister Umberto Veronesi, der zugleich Arzt ist.
Bislang waren keine BSE-Fälle unter in Italien geborenen Rindern bekannt. Zwei Kühe, die vor mehreren Jahren in Sizilien positiv getestet wurden, waren aus Großbritannien eingeführt worden. Bis November bezog Italien rund 40 Prozent seines Rindfleisches aus Frankreich. Nachdem in Frankreich immer mehr BSE-Fälle entdeckt wurden, verbot Rom den Rindfleischimport von dort. Am Freitag wurde das Verbot weitgehend aufgehoben. Zur Begründung hieß es, es gebe ausreichend Tests, um die Verbraucher zu schützen.
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