Staatsoberhaupt
Boris Jelzin war erster gewählter russischer Präsident

Boris Jelzin - Bilder seines Lebens
Boris Jelzin - Bilder seines Lebens FOTO: AP
Moskau. Der russische Bauernsohn, Bauingenieur und Politiker Boris Jelzin war von 1991 bis 1999 der erste Staatspräsident der Russischen Föderation und damit das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt in der Geschichte Russlands.

Der Politiker etablierte sich in der ausgehenden Sowjetunion der 1980er Jahre als radikaler Performer, der selbst den "Perestroika"-Kurs von Michail Gorbatschow überflügelte. Als russischer Präsident begleitete er im darauffolgenden Jahrzehnt die innere und außenpolitische Umgestaltung der Russischen Föderation, die aus dem aufgelösten Sowjetreich hervorging.

Boris Nikolajewitsch Jelzin wurde am 1. Februar 1931 in Butka als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Die Zeit seiner Präsidentschaft war von der Suche nach einer neuen nationalen Identität in Russland bestimmt und geprägt von politischen und ethnischen Konflikten, wie zum Beispiel dem 1. Tschetschenienkrieg von 1994 bis 1996.

Nach seinem Rücktritt im Jahr übernahm Wladimir Putin 2000 das Präsidentenamt. Am 23. April 2007 verstarb das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt in der Geschichte Russlands.

Wladimir Putin ist seit dem 7. Mai 2012 Präsident der Russischen Föderation. Dasselbe Amt hatte er bereits von 2000 bis 2008 inne. Von 1999 bis 2000 und erneut von Mai 2008 bis Mai 2012 war Putin Ministerpräsident Russlands. Nach Boris Jelzin wurde Putin der zweite nachsowjetische Präsident Russlands.

(kha)
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