Spanische Polizei fand Unterlagen: ETA plante Terroranschläge auf Urlauberhotels
zuletzt aktualisiert: 12.05.2002 - 14:52Madrid (rpo). Die spanische Polizei hat Beweismaterial sichergestellt, aus dem hervorgeht, dass Mitglieder der baskischen Separatistenorganisation ETA für diesen Sommer eine Welle von Terroranschlägen auf Urlauberhotels an der Mittelmeerküste plante.
Dies geht nach spanischen Presseberichten vom Donnerstag aus Unterlagen hervor, die die Polizei kürzlich bei der Festnahme von fünf ETA-Leuten in Frankreich sichergestellt hatte. Danach wollten die Festgenommenen zwei Terrorzellen bilden, die unabhängig voneinander Bombenanschläge verüben sollten.
Eines der beiden Kommandos hatte bereits in der Touristenhochburg Benidorm bei Alicante in Ostspanien unter falschen Namen eine Wohnung gemietet. Sie sollte als Operationszentrale für Anschläge dienen. Ein zweites Kommando sollte ohne festen Stützpunkt sein und in verschiedenen Ferienorten Bomben legen. Beide Terrorzellen sollten von den ETA-Unterschlüpfen in Frankreich mit Sprengstoff versorgt werden, zitierten die Zeitungen Ermittlerkreise. Die ETA hat wiederholt während der Hauptreisezeit Anschlagserien in Ferienorten verübt, um dem Tourismus in Spanien wirtschaftlich zu schaden. Bei den weit über 100 Bombenanschlägen seit 1979 waren Dutzende von Touristen verletzt worden.
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