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Brüssel
22.000 Mal Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von EU-Geldern

Brüssel. Beim Umgang mit EU-Geldern ist es auch im vergangenen Jahr wieder zu zahlreichen Unregelmäßigkeiten und Betrugsfällen gekommen. Posten in Höhe von insgesamt 3,21 Milliarden Euro waren betroffen.

Ein Bericht der EU-Kommission für das Europaparlament zeigt, dass in 22.349 Fällen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von EU-Geldern festgestellt wurden. Als klar betrügerisch wurden allerdings nur 1461 der Fälle eingeordnet. Dabei ging es um Beträge in Höhe von insgesamt 637,6 Millionen Euro. In Deutschland wurden insgesamt 152 Betrugsfälle registriert, die sich sowohl auf die Einnahmenseite des EU-Budgets (88 Fälle) als auch auf die Ausgabenseite (64 Fälle)
auswirkten.

Die Brüsseler Behörde betonte am Mittwoch in einer Stellungnahme, dass in der großen Mehrheit der Fälle kein EU-Geld verloren gegangen sei. Demnach wird beispielsweise bereits dann eine Unregelmäßigkeit registriert, wenn ein EU-Projekt nicht hundertprozentig regelkonform ausgeschrieben wurde. Zudem werde bei echten Betrugsfällen immer Schadenersatz gefordert, hieß es. Über den Bericht hatte am Mittwoch zuerst die "Bild" berichtet.

(dpa)
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