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Debatte im Parlament
Griechen diskutieren ganze Nacht über Hilfspaket

Porträt: Alexis Tsipras - selbsternannter Retter Griechenlands
Porträt: Alexis Tsipras - selbsternannter Retter Griechenlands FOTO: dpa, sp ase tba
Athen. Die Debatte im griechischen Parlament über das dritte Hilfspaket für das überschuldete Land dauert noch an. Wiederholte Verzögerungen beim Ablauf und Unstimmigkeiten in der regierenden Syriza-Partei sorgten dafür, dass die Sitzung sich die ganze Nacht über hinzog.

Allein im Finanzausschuss hatten die Abgeordneten am Donnerstag rund neun Stunden über die mit neuen Hilfsgeldern verbundenen Sparauflagen gerungen.

Mit einer Abstimmung über das 86 Milliarden schwere Rettungspaket wird am Freitagmorgen gegen 7.30 Uhr (MESZ) gerechnet. Später wollen die Eurofinanzminister in Brüssel den Entwurf dann prüfen.

Fotos: Euklid Tsakalotos ist neuer griechischer Finanzminister FOTO: afp, ADS/MR

Zu den Auflagen der Geldgeber gehören Privatisierungen sowie tiefe Einschnitte bei Renten und im Militäretat. Einkommens-, Körperschafts- und Vermögenssteuern sollen erhöht und die Frührente weitgehend abgeschafft werden.

Bei der Abstimmung über das Hilfspaket muss Regierungschef Alexis Tsipras mit Widerstand in seiner linkspopulistischen Syriza-Partei rechnen und braucht daher wohl Stimmen aus der Opposition. Syriza war mit dem Versprechen gewählt worden, den strengen Sparkurs deutlich abzumildern. Nun verteidigte die Regierung die diese Woche mit den Geldgebern vereinbarten Sparmaßnahmen als hart aber unerlässlich, um das Land vor einem Finanzkollaps zu bewahren.

Weitere Informationen zur Lage in Griechenland in unserem Dossier.

(ap)
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