| 16.40 Uhr

Barack Obama zum Brexit
"Das Volk des Vereinigten Königreichs hat gesprochen"

Brexit - Reaktionen in Bildern
Brexit - Reaktionen in Bildern FOTO: dpa
London. In der ganzen Welt sind die Schockwellen des britischen EU-Referendums spürbar. US-Präsident Obama teilte mit, er respektiere die Entscheidung der Briten, Kanzlerin Merkel nannte es einen "Einschnitt für Europa". Das Protokoll des Tages.  Von Judith Conrady, Franziska Hein und Rainer Leurs

  • Brexit-Lager gewinnt Abstimmung mit 51,9 Prozent
  • England und Wales stimmen für den Brexit, Schottland und Irland dagegen
  • David Cameron will in drei Monaten zurücktreten
  • Kanzlerin Angela Merkel spricht von einem "Einschnitt für Europa"
  • Nigel Farage hat sich schon vom ersten Wahlversprechen distanziert
  • US-Präsident Obama respektiert die Entscheidung der Briten
  • Der deutsche Aktienindex Dax verlor zwischenzeitig zehn Prozentpunkte, erholte sich im Tagesverlauf aber teilweise 

Wie geht es jetzt weiter? Die wichtigsten Schritte nach der Brexit-Entscheidung.

  • 6/24/16 2:37 PM
    Jubel bei den Brexit-Befürwortern, geschockte Reaktionen bei den Gegnern und Finanzmärkte, die unter Druck gerieten – so lässt sich der Tag nach dem Referendum der Briten zusammenfassen. An dieser Stelle beenden wir unseren Live-Blog.
  • 6/24/16 1:59 PM
    Die US-Großbank JPMorgan erwägt, einen Teil ihrer 16.000 Mitarbeiter aus Großbritannien abzuziehen, meldet AFP. Möglicherweise könnten Veränderungen beim Einsatzgebiet von Angestellten nötig werden, heißt es demnach in einem internen Schreiben. Die Bank werde aber "eine starke" Präsenz in Großbritannien behalten.
  • 6/24/16 1:44 PM
    Auch US-Präsident Barack Obama hat sich jetzt zum Brexit-Votum geäußert. In einer vom Weißen Haus verbreiteten Mitteilung heißt es: "Das Volk des Vereinigten Königreichs hat gesprochen, und wir respektieren seine Entscheidung." Die besondere Beziehung zwischen Washington und London werde fortbestehen. Sowohl Großbritannien als auch die EU blieben auch in Zukunft "unersetzbare Partner für die Vereinigten Staaten". Obama hatte zuvor auf einen Verbleib der Briten in der Europäischen Union gedrängt.
  • 6/24/16 1:39 PM
    Die Premier League glaubt ungeachtet des Brexit an eine goldene Zukunft. Die höchste englische Fußball-Spielklasse sei "überaus erfolgreich" - das werde "unabhängig vom Ergebnis des Referendums" so bleiben, heißt es in einer Stellungnahme der Liga. Ligaboss Richard Scudamore hatte sich im Vorfeld der Abstimmung klar auf die Seite der Partei gestellt, die einen Verbleib in der EU befürwortete.
  • 6/24/16 1:36 PM
    Nach dem Brexit-Schock hat sich der Dax über den Tag etwas gefangen. So gab der deutsche Aktienindex bis zum Nachmittag zwar noch um 6,77 Prozent auf 9563,13 Punkte nach. Kurz nach Handelsstart war der Leitindex aber noch um rund 10 Prozent oder gut 1000 Punkte eingebrochen und auf den tiefsten Stand seit Februar gefallen. Solche massiven Verluste hatte es zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gegeben.
  • 6/24/16 1:32 PM
    Der Frankfurter Ökonom Jan Pieter Krahnen sieht im Brexit einen Wendepunkt in der Entwicklung Europas. "Die Brexit-Entscheidung ist für den Rest der EU ein Menetekel", sagte der Professor für Kreditwirtschaft und Finanzierung an der Uni Frankfurt laut dpa. Die EU sei gezwungen, sich neu zu definieren im Rahmen eines Verfassungskonvents. "Wir brauchen neue Visionen", sagte er. Nach seiner Einschätzung sind die Fliehkräfte in Europa derzeit "enorm groß".
  • 6/24/16 1:20 PM
    Die ersten Londoner gondeln mit der Tube in den Feierabend. Thema natürlich auch hier - der Brexit. (Foto: dpa)
  • 6/24/16 1:19 PM
    Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut HWWI erwartet nach dem Brexit-Beschluss eine rasche Erholung der Aktienmärkte. "Nach den ersten panikartigen Reaktionen an den Aktien- und Devisenmärkten dürfte es schnell zu einer Stabilisierung kommen", sagte Institutschef Henning Vöpel. Voraussetzung hierfür sei jedoch die Art und Weise, wie die Politik in Großbritannien und in der EU nun reagiere.
  • 6/24/16 1:18 PM
    Ausgerechnet heute weilt Donald Trump in Schottland, von wo aus er Stellungnahmen zum Brexit-Votum abgibt (siehe unten). Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sich der Präsidentschaftsbewerber intensiv mit EU-Angelegenheiten befassen würde. Zweck seiner Reise ist die Inspektion zweier Golfresorts, die er besitzt. Und dann noch dies:
  • 6/24/16 1:09 PM
  • 6/24/16 1:08 PM
    Der Internationale Währungsfonds (IWF) ruft Großbritannien und die EU zur Zusammenarbeit auf, um nach dem Brexit einen "sanften Übergang" sicherzustellen. IWF-Chefin Christine Lagarde erklärte, London und Brüssel müssten Ablauf und Ziele des EU-Ausstiegs Großbritanniens klarstellen. Der IWF unterstütze die Bank von England und die EZB darin, für die nötige Liquidität des Bankensystems zu sorgen und Schwankungen nach der Abstimmung zu begrenzen.
  • 6/24/16 1:01 PM
    Nicht nur "Irish Passport" wird heute in Großbritannien vermehrt gegoogelt. Ein Blick auf die Trends der Suchmaschine verrät, wie spät sich viele Briten mit den Konsequenzen eines EU-Ausstiegs zu beschäftigen scheinen. Zum Text bitte hier entlang:

  • 6/24/16 12:58 PM
    Die Rumänen machen sich Sorgen um das Schicksal ihrer in Großbritannien arbeitenden Landsleute. Über den künftigen Status der derzeit etwa 150.000 Rumänen wolle Bukarest mit London verhandeln, sagte Rumäniens Staatspräsident Klaus Iohannis laut dpa. Mindestens zwei Millionen Rumänen arbeiten in Westeuropa und sind durch ihre Geldsendungen nach Hause eine wesentliche Stütze der dortigen Kaufkraft. Rumänien ist seit 2007 Mitglied der EU.
  • 6/24/16 12:57 PM
    Fox News bringt ein kleines Detail durcheinander, meldet Sky-Journalist Sam Kiley bei Twitter.
  • 6/24/16 12:47 PM
    Nochmal der griechische Regierungschef Alexis Tsipras: Das Brexit-Ergebnis müsse als Weckruf an die EU aufgenommen werden, setzte er nach. "Der überhebliche Diskurs der Eurokraten erzürnt die Menschen."
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(jco)
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