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Juncker stichelt gegen Farage
"Das ist das letzte Mal, dass du hier klatschst"

Brexit: Jean-Claude Juncker stichelt gegen Nigel Farage
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist für seinen eigenartigen Humor bekannt. FOTO: dpa, h0 jak
Brüssel/Düsseldorf. Der Brexit bleibt das bestimmende Thema in Europa. Im EU-Parlament schossen sich viele Politiker vor allem auf Ukip-Chef Nigel Farage ein. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker störte sich sogar an der Anwesenheit des Brexit-Befürworters.

"Das ist das letzte Mal, dass du hier klatschst", sagte Juncker während einer Aussprache zum Brexit-Votum in Richtung des grinsenden Ukip-Mannes. Und er teilte weiter aus: "Und irgendwie bin ich sehr überrascht, dass du überhaupt hier bist", sagte Juncker. "Es ist mir eine Ehre", rief Farage dazwischen. "Du hast für den Austritt gekämpft, die Menschen haben für den Austritt gestimmt – warum bist du dann hier", fragte Juncker.

Für diese Stichelei erntete Juncker den Applaus vieler Abgeordneter. 

Der EU-Kommissionspräsident ist nicht zum ersten Mal mit seinem eigenartigen Sinn für Humor aufgefallen. Im Mai 2015 begrüßte er zum Beispiel den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán mit den Worten: "Hallo, Diktator". Zusätzlich verpasste er ihm dabei eine leichte Backpfeife.

Junckers Stichelei blieb übrigens das Freundlichste, was Nigel Farage bei der Sitzung des Parlaments zu hören bekam. Mehrfach wurde der Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei von Pfiffen und Buhrufen aus dem Brüsseler Plenum unterbrochen. Parlamentspräsident Martin Schulz musste die Abgeordneten zur Ruhe rufen: "Sie benehmen sich gerade so, wie sich normalerweise die Ukip benimmt", sagte er.

(gol/crwo)
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