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Brexit
London dementiert Einigung auf EU-Ausstiegsrechnung

Brexit: London dementiert Einigung auf eine EU-Ausstiegsrechnung
FOTO: afp
London . Die britische Regierung bestreitet, dass man sich mit der Europäischen Union auf eine Summe ihrer Rechnung für den EU-Ausstieg geeinigt haben soll.

Die Zeitung "The Sunday Telegraph" hatte berichtet, die Briten wollten 36 Milliarden Britische Pfund, oder 40 Milliarden Euro, anbieten, um die Scheidungsgespräche mit der EU auf das wichtige Thema Handel zu lenken. Ein Sprecher von Premierministerin Theresa May, James Slack, sagte aber, ihm sei diese Zahl nicht bekannt. Großbritannien sei aber bereit, eine "faire Begleichung" seiner Schulden zu leisten.

Die ausstehende Rechnung Großbritanniens für Verpflichtungen, die das Land als EU-Mitglied machte, ist eines der größten Streitthemen bei den Scheidungsgesprächen. Die EU will nach eigenen Angaben erst über künftige Handelsbeziehungen mit den Briten sprechen, wenn es Fortschritte bei der Rechnung und anderen Schlüsselthemen gibt. Die EU hat für die Höhe der zu zahlenden Summe Großbritanniens keine offizielle Zahl angegeben, doch beträgt sie Schätzungen zufolge bis zu 100 Milliarden Euro.

Großbritannien hatte bei einem Referendum im vergangenen Jahr dafür gestimmt, aus der 28 Mitglieder zählenden EU auszusteigen und wird voraussichtlich im März 2019 die Europäische Union verlassen.

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger sagte der "Bild"-Zeitung in am Montag veröffentlichen Aussagen, Großbritannien werde durch einige vorherige Verpflichtungen zu langfristigen Projekten nach dem Brexit gebunden sein und werde daher "mindestens bis 2020" Geld an Brüssel zahlen müssen.

Die Höhe der Ausstiegsrechnung ist in Großbritannien ein heiß diskutiertes politisches Thema. Einige Anti-EU-Politiker bestehen darauf, dass das Land gar nichts zahlen sollte.

(felt/ap)
 
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