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Kompromiss in Sicht
May kommt Brexit-Forderungen aus Dublin offenbar entgegen

Brexit: Theresa May kommt Brexit-Forderungen aus Irland offenbar entgegen
Die britische Premierministerin Theresa May trifft sich mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, in Brüssel. FOTO: dpa, gfh
Dublin. Großbritannien und die EU haben in der zentralen Streitfrage über die künftige Ausgestaltung der Grenze zwischen Irland und Nordirland laut Medienberichten einen Kompromiss erzielt.

Großbritannien sei den Forderungen Irlands entgegengekommen und habe eingewilligt, die Zoll- und Handelsregelungen in Nordirland im Einklang mit den in der irischen Republik geltenden EU-Regeln zu belassen, berichtete am Montag der irische Fernsehsender RTE.

Die Nordirland-Frage galt zuletzt als Knackpunkt der Verhandlungen. Durch den Brexit könnte die britische Provinz Nordirland durch eine EU-Außengrenze vom Süden der Insel getrennt werden. Irland will dies vermeiden.

Laut RTE habe Großbritannien in den Brexit-Verhandlungen zugesagt, dass es "kein regulatorisches Auseinanderdriften" in Zollfragen zwischen Irland und Nordirland geben werde. Dies sei in einem Textentwurf der Brexit-Verhandler vermerkt.

May nach Brüssel gereist

Die britische "Financial Times" berichtete allerdings abweichend, Großbritannien sei mit der Formulierung "kein regulatorisches Auseinanderdriften" nicht einverstanden gewesen. Denn diese würde bedeuten, dass Nordirland alle existierenden EU-Regeln beibehalten müsste. Stattdessen hätten die Briten einem Text zugestimmt, der "regulatorische Anpassung" zusichert, berichtete die Zeitung.

Die britische Premierministerin Theresa May war am Montag nach Brüssel gereist, um bei Spitzenvertretern der EU für den Start der zweiten Phase zu den künftigen Beziehungen zu werben. May hatte angekündigt, Großbritannien werde im März 2019 die europäische Zollunion und den Binnenmarkt verlassen. Ihr Sprecher versicherte am Montag, "Großbritannien wird die EU als Ganzes verlassen und die territoriale und wirtschaftliche Einheit Großbritannien wird geschützt werden".

 

(ems/AFP)
 
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