| 14.19 Uhr

IWF-Chefin
Christine Lagarde muss vor Gericht

Christine Lagarde muss sich wegen Finanzaffäre vor Gericht verantworten
Christine Lagarde muss in Frankreich vor Gericht. FOTO: ap
Paris . Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) Christine Lagarde muss sich wegen einer mutmaßlichen Finanzaffäre vor Gericht verantworten. Das entschied der Oberste Gerichtshof in Frankreich.

Beim Prozess soll es um eine umstrittene Entschädigungszahlung in Millionenhöhe für den Geschäftsmann Bernard Tapie im Jahr 2008 gehen, die Lagarde in ihrer Zeit als französische Finanzministerin ermöglichte. Der Schadenersatz wurde Tapie im Zusammenhang mit dem Verkauf von Aktien des deutschen Sportartikelherstellers Adidas gezahlt.

Lagarde droht Haftstrafe

Die Ermittler werfen der heute 60-jährigen Lagarde Nachlässigkeit im Umgang mit öffentlichen Geld vor. Der IWF-Chefin drohen in dem Prozess theoretisch ein Jahr Haft und eine Geldstrafe von 15.000 Euro. Der französische Kassationsgerichtshof wies Lagardes Revisionsantrag zurück.

Erste Frau an der Spitze des  IWF

Lagarde ist seit Juli 2011 geschäftsführende Direktorin des IWF. Von Juni 2007 bis Juni 2011 war sie Wirtschafts- und Finanzministerin im Kabinett von Premierminister François Fillon. Sowohl beim IWF als auch in der französischen Regierung ist beziehungsweise war sie die erste Frau in der jeweiligen Position.

(sb/afp)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Christine Lagarde muss sich wegen Finanzaffäre vor Gericht verantworten


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.