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Wahlwerbung Screenshot Youtube
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Die Exoten der TV-Wahlwerbung: "Das kann nicht sein – mischt euch ein!"

zuletzt aktualisiert: 27.05.2009 - 15:28

Düsseldorf (RPO). Selbst wer sich sonst kaum für die große Politik interessiert, kommt um dieses Datum nicht herum: Am Sonntag, den 7. Juni, startet in Deutschland die Europawahl. Seit Wochen erinnern uns die TV-Werbespots der Parteien an dieses Datum. Und einige davon lassen den Betrachter durchaus schmunzeln.

32 Parteien und Gruppierungen gehen in Deutschland an den Start. Alle Teilnehmer haben das Recht, im deutschen Fernsehen für sich Werbung zu machen. Das Vorgehen ist gesetzlich geregelt. 31 Tage vor der Wahl dürfen die Spots ausgestrahlt werden. Am letzten Tag vor der Wahl – in diesem Jahr also der Samstag – darf nicht mehr gesendet werden.

Die Sendezeit wird nach der Größe der Parteien vergeben. Auch kleine Gruppen erhalten jedoch mindestens zweimal 90 Sekunden, um ihre Botschaft an den Wähler zu bekommen. Inhaltlich sind den Machern dabei kaum Grenzen gesetzt. Lediglich illegale Inhalte – wie zum Beispiel Volksverhetzung – sind tabu.

Und so können Bundesbürger seit einigen Woche die Ergebnisse bewundern: Für Aufsehen in diesem Jahr sorgt sicherlich der Beitrag der Rentnerpartei. "Mein Name ist Kopp, Eberhard Kopp" stellt sich der Spitzenkandidat in 007-Manier vor. Mit Disco-Musik unterlegt prangert der rüstige Rentner die bekannten Missstände an. Regelmäßig unterbrochen vom Slogan: "Das kann nicht sein – mischt euch ein!"

Die Familienpartei hingegen setzt erneut auf einen Zeichentrickfilm, der die Überalterung unser Gesellschaft beschreiben soll. Mit dem Slogan "Rette sich, wer kann!" wird dann regelrecht Alarm-Stimmung verbreitet. Ein wenig Schmunzeln darf der Betrachter da schon.   

Vom schöden Mammon oder nackten Statistiken befreit zeigen sich indes die "Violetten", die für mehr Esoterik in der Politik eintreten. Ein bedingungsfreies Grundeinkommen wird dann doch gefordert "Wir sind Ihre Partei für spirituelle Politik", sagt eine freundlich wirkende Frau. Man glaubt es ihr.

Und das Fazit: Auch wenn man über die eine oder andere Ungeschicktheit spötteln könnte, freut man sich doch in einer Demokratie zu leben, in der jeder für seine Meinung eintreten kann. Oder wie es der Mann von der Rentnerpartei ausdrückt: "Das kann nicht sein – mischt euch ein!"

   


 
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