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Flüchtlingskrise
De Maizière will Personal bei Asylbehörde verdoppeln

De Maizière will Personal bei Asylbehörde auf 6300 verdoppeln
FOTO: dpa, mkx vfd
Berlin. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will erreichen, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 3000 zusätzliche Stellen bekommt. Ziel sei eine Personalstärke von 6300 Mitarbeitern, sagte de Maizière am Freitag in Berlin.

Derzeit hat die Behörde, die für die Bearbeitung aller Asylanträge in Deutschland zuständig ist, mehr als 3000 Mitarbeiter. Davon sind etwa 550 Asylentscheider.

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, der inzwischen auch das BAMF leitet, hatte am Donnerstag beim Flüchtlingsgipfel im Kanzleramt für eine solche Personalaufstockung geworben. "Ich unterstütze das", sagte de Maizière. Die Pläne müssten noch mit dem Bundesfinanzministerium besprochen werden. Er sei aber zuversichtlich, dass es hier zu einer Einigung kommen werde. Zu den Kosten äußerte sich der Minister nicht.

Das BAMF ist seit Monaten mit der rasant wachsenden Zahl an Asylanträgen überfordert. Inzwischen haben sich dort mehr als 275.000 unerledigte Anträge angestaut. Die Behörde hatte in den vergangenen Monaten bereits Hunderte zusätzliche Stellen zugesprochen bekommen.

De Maizière sagte, eventuell seien befristet angestellte Mitarbeiter der BA für eine Beschäftigung bei der Flüchtlingsbehörde zu gewinnen. Die Arbeitsagentur könne außerdem beim Prozess der Stellenbesetzung beim BAMF helfen. Er betonte, das Personalplus solle so konstruiert werden, dass die Stellen je nach Entwicklung der Asylzahlen auch wieder abgebaut werden könnten.

(dpa)
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