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Flüchtlingskrise in Calais
Frankreich: Briten müssen mehr gegen Schleuser tun

Fotos: Ansturm auf den Eurotunnel in Calais
Fotos: Ansturm auf den Eurotunnel in Calais FOTO: afp, PH/vel
Paris. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat angesichts der Flüchtlingskrise in Calais mehr Engagement Großbritanniens im Kampf gegen Schleuser gefordert. Die Zusammenarbeit zwischen den Geheimdiensten und Polizeibehörden der beiden Ländern sei bereits verstärkt worden.

"17 Organisationen sind seit Anfang 2015 zerschlagen worden, viermal so viele wie 2014", sagte der Sozialist in einem Interview der Zeitung "La Croix". "Aber ich denke, wir müssen darüber hinausgehen, und habe meine britische Amtskollegin (Theresa May) um eine zusätzliche Mobilisierung ihrer Dienste gebeten."

In der Nacht zum Montag verhinderte die Polizei am Eisenbahntunnel unter dem Ärmelkanal in Calais nach Angaben der Präfektur rund 1700 Versuche, illegal nach Großbritannien zu gelangen. Frankreich hatte vergangene Woche zusätzliche Polizisten geschickt, Großbritannien finanzielle Unterstützung und neue Zäune versprochen.

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Cazeneuve betonte, er habe London seit mehreren Monaten zu einem stärkeren Engagement gedrängt. Konservative französische Abgeordnete hatten zuvor von der Pariser Regierung gefordert, bei dem Thema mehr Druck auf die Briten aufzubauen.

(dpa)
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