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Fehlende Zusagen
Weiter keine Einigung der EU-Staaten auf Flüchtlingsverteilung

Flüchtlinge – erschütternde Bilder aus aller Welt
Flüchtlinge – erschütternde Bilder aus aller Welt FOTO: afp, MM
Brüssel. Den EU-Staaten ist es erneut nicht gelungen, sich vollständig auf die Verteilung zehntausender Flüchtlinge in Europa zu einigen. "Wir sind noch nicht ganz da, wo wir ursprünglich hatten sein wollten", sagte die deutsche Staatssekretärin Emily Haber nach einem Sondertreffen der EU-Innenminister am Montag in Brüssel.

Dennoch werde mit der auf zwei Jahre angelegten Verteilung nun begonnen. Über die fehlenden Zusagen für das kommende Jahr werde dann nochmals im Oktober oder November verhandelt.

Bei ihrem Sondertreffen in Brüssel verständigten sich die EU-Innenminister am Montag nur auf die Verteilung von 54.760 Migranten, wie die luxemburgische EU-Vertretung über den Kurzmitteilungsdienst Twitter erklärte. Das Land führt derzeit den Vorsitz im Kreis der EU-Staaten.

EU nimmt 22.500 Flüchtlinge aus Syrien auf

"Manche schwierige Geburten dauern eben lange", kommentierte die deutsche Staatssekretärin Emily Haber, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vertrat. "Bei dem Ziel bleibt es."

Der luxemburgischen EU-Vertretung zufolge sollen 22.504 Menschen aus Ländern außerhalb der EU aufgenommen werden. Hier geht es um Flüchtlinge aus Lagern nahe der syrischen Grenze. Weitere 32.256 Migranten sollen aus den Mittelmeer-Ankunftsländern Italien und Griechenland auf andere EU-Länder verteilt werden.

Neues Treffen im Dezember

Nach dem Dublin-Abkommen ist jener Mitgliedsstaat, auf dem ein Flüchtling erstmals den Boden der Europäischen Union betreten hat, zuständig für das Asylverfahren. Gerade Italien und Griechenland fordern Unterstützung.

Das Sondertreffen am Montag war nötig geworden, nachdem eine Einigung Anfang Juli gescheitert war. Nach Angaben eines Diplomaten wollen die Staaten im Dezember versuchen, die verbleibende Lücke zu füllen.

(AFP, dpa)
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