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Polizei in Österreich
Flüchtlinge durchqueren weiter Ungarn in Richtung Grenze

Von Syrien nach München – die Route der Flüchtlinge
Von Syrien nach München – die Route der Flüchtlinge FOTO: AP/Lefteris Pitarakis
Nickelsdorf/Heiligenkreuz/Budapest. Mehr als 5000 Flüchtlinge haben in der Nacht zum Montag die ungarisch-österreichische Grenze überquert. Im Laufe des Tages werden Tausende weitere in Nickelsdorf erwartet, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Auch weiter südlich, etwa bei Heiligenkreuz, passierten immer mehr Menschen die Grenze, hieß es. Dort sollten ebenfalls Erstversorgungsstellen eingerichtet werden. Die Flüchtlinge werden zunächst bei der Ankunft mit dem Nötigsten versorgt und dann unter anderem weiter Richtung Wien gebracht.

Der österreichischen Polizei zufolge kamen nach wie vor Menschen in Zügen auf der ungarischen Seite der Grenze in Hegyeshalom an. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hatten den grenzübergreifenden Zugverkehr wegen Überlastung in der vergangenen Woche eingestellt. Über eine Wiederaufnahme sollte im Laufe des Tages beraten werden.

Flüchtlingsandrang in München FOTO: ap

Zeitgleich kommen auch immer mehr Menschen aus Serbien in Ungarn an. Kurz bevor in Ungarn die verschärfte Gesetzgebung für Flüchtlinge in Kraft tritt, ist die Zahl der ankommenden Menschen kräftig gestiegen. Allein am Sonntag zählte die Polizei 5809 neue Flüchtlinge. Das war dreimal mehr als der Tagesdurchschnitt in den vergangenen Wochen.

Von Freitag bis Sonntag waren es insgesamt 13 162 Neuankömmlinge, teilte das Polizeipräsidium in Budapest mit. Von Dienstag an gilt illegaler Grenzübertritt in Ungarn als Straftat, die mit Haft oder Abschiebung geahndet werden kann. Bislang ist es nur eine Ordnungswidrigkeit.

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(RPO, HeBu, mit dpa)
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